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Es bleibt ein Flickwerk

Redaktor Roger Probst zum Seefeldschulhaus in Thun, das sich in einem desolaten Zustand befindet.

Hier sind Massnahmen geplant: Die Eingangstür soll künftig nach aussen hin geöffnet werden. Die Fassade wird geflickt und gestrichen.
Hier sind Massnahmen geplant: Die Eingangstür soll künftig nach aussen hin geöffnet werden. Die Fassade wird geflickt und gestrichen.
Patric Spahni
Auch hier wird geflickt: Die Fassade auf der Gartenseite soll repariert  und gestrichen werden. Die Tür wird gerichtet und allenfalls ersetzt.
Auch hier wird geflickt: Die Fassade auf der Gartenseite soll repariert und gestrichen werden. Die Tür wird gerichtet und allenfalls ersetzt.
Patric Spahni
Neue Spielgeräte: Die defekte Schaukel und die alte  Rutschbahn werden ebenfalls ersetzt.
Neue Spielgeräte: Die defekte Schaukel und die alte Rutschbahn werden ebenfalls ersetzt.
Patric Spahni
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Dass Thuner Schülerinnen und Schüler in einer unterdessen über 40-jährigen, baufälligen Baracke unterrichtet werden müssen, ist beschämend. Dass der Gemeinderat nun in den anstehenden Sommerferien das Allernötigste unternimmt, um die gröbsten Missstände zu beheben, ist ein wichtiger Schritt, um das Vertrauen der Eltern zurückzugewinnen.

Es ist zudem begrüssenswert, dass der Gemeinderat eine interne Untersuchung angeordnet hat, um der Ursache des Schlendrians und der daraus resultierenden Eskalation auf die Spur zu kommen. Das hat Stil und zeugt von der nötigen Selbstkritik.

Es gibt teilweise ja durchaus gute Gründe, wieso der Thuner Gemeinderat in den letzten Jahren im Seefeld nicht so recht in die Gänge kam. So ist beispielsweise nachvollziehbar, dass er den Entscheid des Kantons im Zusammenhang mit dem benachbarten Gymnasium Seefeld abwartet. Es ergibt wenig Sinn, für teures Geld ein neues Schulhaus zu bauen – und dann wird plötzlich ein bestehendes frei. Die Kritik wäre in diesem Fall ebenfalls laut und heftig ge­wesen.

Der Gemeinderat tut aber gut daran, die Suche nach einer Lösung in Bezug auf das Seefeldschulhaus nicht auf die lange Bank zu schieben – oder allein vom Entscheid des Kantons ­abhängig zu machen, ob dieser die zwei bestehenden Gymnasien am Standort Schadau zusammenführt. Denn Sofortmassnahmen hin oder her: Die Schule in der Baracke ist und bleibt ein Flickwerk.

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