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«Es ist kein Fleisch mehr am Knochen»

Die Finanzsituation der Gemeinde Schwendibach ist alles andere als rosig. Ab 2020 droht ein Bilanzfehlbetrag von knapp 139'000 Franken. Das Budget für das kommende Jahr rechnet mit einem Fehlbetrag von 87'000 Franken.

In Sachen Gemeindefinanzen sieht es in Schwendibach düster aus.
In Sachen Gemeindefinanzen sieht es in Schwendibach düster aus.
Patric Spahni

«Ein Bilanzfehlbetrag kann kaum mehr verhindert werden, wir haben einfach kein Fleisch mehr am Knochen», sagte Gemeindepräsident Roland Amstutz, als er an der Gemeindeversammlung in Schwendibach zum Traktandum Finanzplan und Budget 2018 überleitete. Angesprochen waren damit die ziemlich düsteren Aus­sichten in Sachen Gemeinde­finanzen.

«Es sieht nicht rosig aus, in den nächsten Jahren haben wir mehr Aufwand als Ertrag», er­läuterte er. So zeige die Prognose im Finanzplan, dass das Eigen­kapital der Gemeinde von 214 000 Franken bis im Jahr 2019 aufgebraucht sei. Im Jahr 2020 droht der Gemeinde gar ein theoretischer Bilanzfehlbetrag von knapp 139'000 Franken. Theoretisch deshalb, weil derzeit eine Schuld von 180'000 Franken zugunsten des Kantons für die periodengerechten Lastenausgleichszahlungen Soziales von demselbigen nicht eingefordert werden.

«Wir leben von der Hoffnung und hängen eigentlich in der Luft», so der Gemeindepräsident weiter. Denn es gebe praktisch keinen Spielraum dafür, neue Einnahmen zu generieren. Die Gemeinde verzichtet denn auch auf Investitionen. Das Budget 2018 plant mit einem Fehlbetrag im Gesamthaushalt von 87'000 Franken. Dies bei einem Aufwand von 919'500 Franken und unveränderter Steueranlage von 1,90 Einheiten.

Insbesondere die Bildung schlage infolge steigender Schülerzahlen zu Buche. Von 6 auf 3 Prozent des Staatsteuerbeitrages gesenkt werden indes die Feuerwehrabgaben. Zudem sinken mit dem Jahreswechsel die Abwassergebühren. Neu werden pro Belastungswert 5,5 Franken statt wie bisher 8 Franken ver­rechnet. Das Budget hiessen die 16 Anwesenden (8% der Stimm­berechtigten) oppositionslos gut.

Fusionsprojekt läuft weiter

Wie Roland Amstutz weiter ausführte, wird am Fusionsprojekt mit der Gemeinde Steffisburg «derzeit im Hintergrund viel gearbeitet». Vorab wegen Abklärungen der Schulstrukturen wurde das Vor­haben um ein Jahr hinausge­schoben. Über einen Grundlagenbericht werde der Gemeinderat noch in diesem Dezember befinden und dann die Bevölkerung innert nützlicher Frist informieren. Am 19. Oktober 2018 sei zudem eine ausserordentliche Gemeindeversammlung zum Fusionsvertrag geplant, bevor es dann im Mai 2019 zur Schlussabstimmung über eine Fusion mit Steffisburg ab 2020 kommen werde.

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