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Es sind erneut Kriebelmücken

Das Rätsel um die Insekten, die in der Thuner Innen­stadt umherschwirren, ist gelöst: Es sind Kriebel­mücken – wie im Vorjahr.

gbs
Die Populationen der Kriebelmücke sind stark schwankend. In Thun hat das Insekt derzeit Hochkonjunktur (Archivbild).
Die Populationen der Kriebelmücke sind stark schwankend. In Thun hat das Insekt derzeit Hochkonjunktur (Archivbild).
Patric Spahni

Bisher war es eine Mutmassung, nun ist es ein Fakt: Bei den winzigen Insekten, die seit einigen Wochen in grosser Zahl in Thun umherfliegen, handelt es sich um die gleichen wie im vergangenen Herbst. «Wir konnten die Tierchen annäherungsweise bestimmen. Sie gehören der Familie der Kriebelmücke an», sagt Hannes Baur, Insektenforscher am Naturhistorischen Museum Bern.

Mitarbeitende der städtischen Fachstelle Umwelt Energie Mobilität hatten im Juni einige Exemplare eingefangen und sie von den Kollegen in Bern identifizieren lassen.

Schwankende Population

Gemäss der Online-Enzyklopädie Wikipedia existieren weltweit etwa 2000 Arten der Tiergruppe. Im Oktober 2018 war Thun von einer regelrechten Invasion mit Millionen der Tierchen betroffen. Entsprechend mussten sich Passantinnen und Passanten in Wassernähe fuchtelnd gegen die Störenfriede wehren. Das aktuelle Ausmass ist zwar deutlich geringer, allerdings kam diesmal der Zeitpunkt des Phänomens für Laien überraschend.

Baur relativiert: «Ein Schwarm solcher Mücken an einem Fliessgewässer ist absolut normal.» Die Larven der Tierchen würden sich unter Steinen in Flüssen befinden. Die Kriebelmücke sei dadurch auch Nahrungsquelle für Tiere wie Fische oder andere Insekten. Die aktuelle Häufung sei nicht weiter erstaunlich. «Die Populationen sind stark schwankend», so der Insektenforscher. Auch bei anderen Insekten wie beim Maikäfer oder beim Lärchenwickler seien grössere Fluktuationen bekannt.

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