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Velokurse für Migranten in Thun ein Erfolg

Spezielle Fahrradkurse für Migranten: Das boten die Stadt Thun und Pro Velo im September an. 16 Personen profitierten davon. Die Nachfrage ist gross – das Projekt wird fortgesetzt.

An sechs Abenden haben die 16 Frauen und Männer auf einem Schulhausplatz das Velofahren geübt.
An sechs Abenden haben die 16 Frauen und Männer auf einem Schulhausplatz das Velofahren geübt.
zvg/Stadt Thun

«I like to bike»: Das war das Motto eines speziellen Angebots von Pro Velo Region Thun und des Kompetenzzentrums Integration Thun-Oberland der Stadt Thun. Profitieren von den Velofahrkursen konnten erwachsene Migrantinnen und Migranten. Damit sollte die Integration gefördert, gleichzeitig aber auch etwas zur Sicherheit im Strassenverkehr beigetragen werden.

«16 Personen aus verschiedenen Ländern nahmen daran teil und konnten so ihre Fahrkenntnisse erheblich verbessern», schreibt die Stadt in einer Medienmitteilung. Nebst dem praktischen Teil erhielten die Migrantinnen und Migranten auch Verkehrskundeunterricht. Die Stadt bezeichnet die Kurse als Erfolg.

Weitere Kurse in Planung

Die Velokurse fanden an sechs Abenden auf dem Pausenplatz beim Schulhaus Gotthelf statt. Fahrräder, Helme und Leuchtwesten wurden zur Verfügung gestellt. Der Kurs war in zwei Module aufgeteilt. Das erste Modul fand an vier Abenden statt und richtete sich an Personen ohne Fahrkenntnisse. Im zweiten Modul wurden in einem Theorieblock die Verkehrsregeln gelernt. Als Abschluss stand eine Ausfahrt im Quartier auf dem Programm.

«Das Angebot stiess bei den Mi­grantinnen und Migranten auf reges Interesse, was uns sehr freut», sagt Gemeinderat Roman Gimmel (SVP), Vorsteher der Direktion Bildung, Sport und Kultur. Bereits hätten sich weitere Interessierte gemeldet. Zusätzliche Kurse für 2017 seien in Planung.

Regierungsrat lehnt Motion ab

Mit einem Vorstoss zu einer ähnlichen Thematik befasste sich jüngst auch der Regierungsrat des Kantons Bern. Iannino Gerber (Grüne, Hinterkappelen) hatte eine Motion «Schwimm- und Velofahrkurse für Asylsuchende» eingereicht. Solche Kurse sollten vom Kanton unentgeltlich gewährt werden.

Der Regierungsrat lehnt dies in seiner Antwort auf die Motion ab. Es liege in der Kompetenz der vom kantonalen Amt für Migration und Personenstand beauftragten Asylsozialhilfestellen, solche Kurse als Tagesbeschäftigung anzubieten. Zudem greife der Verkehrsunterricht, sobald Kinder und jugendliche Asylsuchende eine Schule besuchen. Und schliesslich verweist der Regierungsrat auch auf die Fahrradkurse von Pro Velo.

pd/mik

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