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Fast drei Millionen für die Jüngsten

Die Gemeinde will zwei langjährige Provisorien aufheben und in einen Neubau für den dritten Kindergarten, die Tagesschule und eine Kindertagesstätte ­investieren.

So soll der Neubau für Kindergarten, Tagesschule und Kindertagesstätte aussehen.
So soll der Neubau für Kindergarten, Tagesschule und Kindertagesstätte aussehen.
pd

Wattenwil ist attraktiv für Familien. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass die Einwohnerzahl seit einiger Zeit wieder steigt. Heute leben 2915 Frauen, Männer Jugendliche und Kinder in der Zentrumsgemeinde im oberen Gürbetal. Prognosen zeigen auf, dass ein Wachstum bis 3200 Personen realistisch ist. Diese positive Entwicklung führt jedoch dazu, dass die Infrastruktur angepasst werden muss. Als Nächstes beabsichtigt der Gemeinderat deshalb, 2,91 Millionen Franken in einen Neubau für die jüngsten Mitbewohner zu investieren. Geplant ist der Bau auf dem Schulareal Hagen. Darin sollen der dritte Kindergarten, die Tagesschule und Räume für eine Kindertagesstätte unter­gebracht werden. Zudem ist im Untergeschoss ein Raum für Schutzplätze geplant.

Enge Platzverhältnisse

An der Informationsveranstaltung vom vergangenen Donnerstag haben unter anderem Gemeindepräsident Peter Hänni und Schulleiter Urs Kaufmann auf die Notwendigkeit dieses Neubaus hingewiesen. Der Hauptgrund sind die engen Platzverhältnisse der jetzt genutzten Räume. Sowohl das Zimmer für den dritten Kindergarten als auch die Räumlichkeiten für die Tageschule sind seit längerer Zeit Provisorien, die den heutigen Anforderungen längst nicht mehr entsprechen. Zudem verändern sich die Bedürfnisse an die Schule und die Tagesbetreuung für Kinder ­stetig: «Wir wollen unsere Angebote der gesellschaftlichen Entwicklung anpassen, es ist Zeit für eine Realisierung», so Peter Hänni. Auch die Vertreterinnen des Kindergartens, der Primarstufe und der Kita haben an der Informationsveranstaltung dieses Projekt unterstützt. Geplant ist, dass die Kita Leolea aus Seftigen in dem neuen Gebäude in Wattenwil eine Zweigstelle eröffnen wird. Die Reaktionen der rund fünfzig Anwesenden auf die Informationen zeigten auf, dass zumindest in diesen Reihen kein Widerstand gegen dieses Projekt besteht.

Alles in einem Haus

Die Möglichkeit, den Kindergarten, die Tagesschule und Räume für eine Kindertagesstätte sowie neue Schutzräume in einem ­Gebäude neben dem Schulhaus Hagen unterzubringen, sei ideal, so die Votanten. Um den Neubau realisieren zu können, muss der gemeindeeigene Gebäudekomplex neben dem Schulhaus weichen. Das Gebäude diente früher als Wohnung für den Schulhausabwart und für die Feuerwehr und ist heute nicht mehr bewohnbar. Die Eröffnung des Neubaus ist für August 2020 geplant. Das Projekt wurde im Auftrag des Gemeinderates von der Sobatec GmbH aus Uetendorf erarbeitet.

Finanzen im Aufwind

An der Gemeindeversammlung vom 6. Juni wird der Kredit von 2,91 Millionen für dieses Projekt zur Genehmigung vorgelegt. An dieser Versammlung werden die Besucher zudem feststellen können, dass sich die Finanzlage von Wattenwil verbessert hat. Die Rechnung 2017 weist einen unerwarteten Ertragsüberschuss von 1,183 Millionen Franken ohne Spezialfinanzierungen aus (wir berichteten). Von diesem erfreulichen Ergebnis zeigte sich Gemeindepräsident Peter Hänni am Donnerstag wie beflügelt: «Dir chöit nech uf d Gmeindsversammlig fröie, es git Guets z prichte», so Hänni. Gegenüber dieser Zeitung betonte der Gemeindepräsident von Wattenwil: «Dieses Ergebnis zeigt auf, dass sich die konsequente Einhaltung des Budgets in den Ressorts und die Sparmassnahmen in den letzten Jahren gelohnt haben.»

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