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Polizist mit versehentlicher Schussabgabe

Nach wie vor sind viele Fragen zum Polizeieinsatz in Allmendingen ungeklärt. Die beiden abgeführten Personen befinden sich inzwischen in der Obhut der Kesb.

In Allmendingen bei Thun kam es am Montagnachmittag zu einem Grosseinsatz der Polizei. Die Einsatzkräfte waren mit Maschinenpistolen und Schutzwesten präsent.
In Allmendingen bei Thun kam es am Montagnachmittag zu einem Grosseinsatz der Polizei. Die Einsatzkräfte waren mit Maschinenpistolen und Schutzwesten präsent.
Michael Gurtner
Grosses Medieninteresse: Kapo-Sprecher Christoph Gnägi informiert.
Grosses Medieninteresse: Kapo-Sprecher Christoph Gnägi informiert.
Michael Gurtner
Der Einsatz hat sich im Bereich der Allmendingenstrasse 14 abgespielt.
Der Einsatz hat sich im Bereich der Allmendingenstrasse 14 abgespielt.
Google Streetview
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Mindestens ein Schuss ist am Montag in Allmendingen gefallen – und zwar nach dem eigentlichen Polizeieinsatz: Gemäss einer Mitteilung der Kantonspolizei Bern hat sich kurz vor 18 Uhr ein Schuss aus der Maschinenpistole eines Polizisten gelöst. Der Vorfall ereignete sich im Rahmen einer Entladekontrolle, als der Polizist den Abzug betätigte. Verletzt wurde dabei niemand: Das Projektil drang in die Bodenschwelle eines unmittelbar daneben abgestellten, leeren Dienstfahrzeuges.

Abgeführte Personen wurden übergeben

Ansonsten ist noch wenig mehr bekannt zum Grosseinsatz der Polizei, der am Montagnachmittag an der Allmendigenstrasse durchgeführt wurde. Schüsse sollen gefallen sein, so lautete die Meldung, die den Einsatz auslöste. Die Polizei, in Vollmontur vor Ort, riegelte die Strasse während rund einer Stunde ab und versuchte, mit Personen in der entsprechenden Liegenschaft in Kontakt zu treten. Schliesslich wurden zwei Personen, ein Mann und eine Frau, für weitere Abklärungen auf die Polizeiwache mitgenommen. «Die beiden Personen befinden sich unterdessen nicht mehr in polizeilicher Obhut», sagte Kapo-Sprecher Christoph Gnägi auf Anfrage.

Wie eine Anfrage bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Thun ergab, kümmert sich nun diese Behörde um die Situation der beiden Personen. Kesb-Präsident Thomas Büchler sagte, es würden «geeignete Erwachsenenschutzmassnahmen geprüft». Die Kesb arbeite mit der Polizei zusammen. Weitere Angaben würden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht gemacht.

Keine Schusswaffen im Haus gefunden

Ebenfalls aufgrund des Persönlichkeitsschutzes könne aktuell auch keine Angaben zu den Personen oder deren Beziehung zueinander gemacht werden. «Das vor allem, weil wir nach wie vor keine konkreten Hinweise darauf haben, dass Schüsse gefallen sind», sagte Gnägi. Im Haus seien keine Schusswaffen gefunden worden, auch gebe es keine anderen Anhaltspunkte dafür, das geschossen wurde oder sonst etwas vorgefallen sei. Verletzt wurde niemand. Nach wie vor würden jedoch Abklärungen laufen, die erklären sollen, wie es zu jener Annahme gekommen sei.

Bekannt ist, dass in der betroffenen Liegenschaft an der Allmendingenstrasse seit längerer Zeit ein Nachbarschaftsstreit zwischen zwei Parteien herrscht. Das bestätigt Polizeidirektor Peter Siegenthaler (SP) auf Anfrage: «Das ist ein langjähriger Zwist. Es gab auch schon gegenseitige Strafanzeigen und Verurteilungen.» Ob dieser Streit jedoch in Zusammenhang mit den Vorkommnissen vom Montagnachmittag steht, ist offen.

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