Gab es noch mehr Asbest im Schulhaus?

Thun

Schon bald wird die Baracke der Thuner Schule Seefeld abgerissen. Trotzdem ist das Thema Asbest in der Schule aktuell.

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Ein seltsamer Gestank, undichte Fenster und zu wenig Platz: Die Baracke der Primarschule Seefeld ist in einem sehr schlechten Zustand und verrottet langsam. Dass sich in der 1975 erbauten Baracke der Schule auch Asbest finden würde, wäre deswegen keine grosse Überraschung gewesen. Wie dieser Zeitung zugetragen wurde, haben nun einige Bauarbeiter Platten aus der Baracke der Schule Seefeld getragen. Offenbar hat es sich dabei um Asbestplatten gehandelt.

Kein Asbest in der Luft

Nachdem die Eltern der Seefeldschüler den Verantwortlichen der Stadt Thun Druck gemacht hatten, liessen sie im Juni eine Schadstoffdiagnose durchführen. Die Untersuchung beschäftigte sich nebst dem üblen Geruch auch mit der Möglichkeit von Asbestfasern in der Luft. Es konnten während der Messung aber keine lungengängigen Fasern nachgewiesen werden.

Die Lampen wiesen gemäss Untersuchung zwar jeweils eine Asbestplatte als Brandschutz auf, diese seien jedoch unzugänglich und mit Farbe versiegelt. Bei den erwähnten Platten werde es sich aus diesem Grund sehr wahrscheinlich um die Brandschutzplatten gehandelt haben, sagt Simone Tanner, Mediensprecherin der Stadt Thun.

Da die aktuelle Situation unbefriedigend sei, möchte das zuständige städtische Amt möglichst bald mit dem Rückbau der Baracke beginnen. Die beiden Primarschulklassen der Schule Seefeld werden deshalb für 12 bis 18 Monate ins Pestalozzischulhaus verlegt. Ausserdem werde die Anlage an der Schubertstrasse 10 baulich so angepasst, dass eine zweite Kindergartenklasse aufgenommen werden könne.

iek

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