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Gala zwischen Himmel und Hölle

«Thun ist nirgends» tritt im Mundwerk auf – zum bereits 10. Mal. Zum Jubiläum wird das Quintett «richtig fertiggemacht».

Das Spoken-Word-Quintett «Thun ist nirgends» mit (v.l.) Marco Gurtner, Michael Frei, Steven Wyss, Remo Rickenbacher und Jan Dintheer.
Das Spoken-Word-Quintett «Thun ist nirgends» mit (v.l.) Marco Gurtner, Michael Frei, Steven Wyss, Remo Rickenbacher und Jan Dintheer.
PD

Die fünf jungen Herren der Spoken-Word-Truppe «Thun ist nirgends» sind treue Gäste der Thuner Kulturbar Mundwerk. So kam es, dass Betreiber Reto Kupferschmied dem Quintett vor fünf Jahren eine Auftrittsmöglichkeit bot. Seither laden die drei Literaten Michael Frei, Marco Gurtner und Remo Rickenbacher sowie die zwei Musiker Jan Dintheer und Steven Wyss im Kellerlokal regelmässig zu Slam-Poetry-Abenden – heute und morgen bereits zum 10. Mal (Beginn jeweils um 20 Uhr, Türöffnung 19.30 Uhr).

«Wir haben ein sehr proaktives Publikum», schwärmt Gurtner. Es gebe immer wieder Fragen oder Bemerkungen. «So hat mich mal ein Gast mitten in einer Performance darauf aufmerksam gemacht, dass das Matterhorn sächlich und nicht weiblich ist.» Und als Pesche Heiniger einen Text über eine Schaukel vorgetragen und auf der Bühne geschaukelt habe, sei plötzlich das ganze Publikum am Mitschaukeln gewesen.

Gastkünstler gehören seit Ausgabe Nr. 2 fix zu den «Thun ist nirgends»-Abenden im Mundwerk. Zum Jubiläum setzt das Quintett mit je einem Gast «from heaven» und «from hell» auf einen «ausgeklügelten Marketing-Schachzug», wie Marco Gurtner verrät: «Der eine Gast wird eine Laudatio auf uns halten, der andere eine Anti-Laudatio. Da werden wir wohl so richtig fertiggemacht.»

Dieser Umstand ist laut Gurtner auch der Grund, wieso sich die Slam-Poeten dieses Wochenende nicht vor einer gewissen Konkurrenzveranstaltung in Thun namens Oktoberfest fürchten: «Das Oktoberfest muss man mögen, um hinzugehen. Uns kann man gut oder scheisse finden – und kommt trotzdem auf seine Kosten.»

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