Gedenken an den Giessbach-Retter und gute Zahlen

Interlaken/Brienz

Mehr als 250 Aktionäre nahmen an der Generalversammlung der Parkhotel Giessbach AG teil. Die GV stand im Zeichen des verstorbenen Giessbach-Retters Franz Weber.

Vera Weber, ihr Vater Franz Weber und dessen Gattin Judith Weber (v.l.) im Jahr 2011 in der ältesten Standseilbahn Europas, die zum von Franz Weber geretteten Grandhotel Giessbach (im Hintergrund) gehört.

Vera Weber, ihr Vater Franz Weber und dessen Gattin Judith Weber (v.l.) im Jahr 2011 in der ältesten Standseilbahn Europas, die zum von Franz Weber geretteten Grandhotel Giessbach (im Hintergrund) gehört.

(Bild: Keystone)

Kein Laut war zu vernehmen, nachdem sich die weit über 250 Anwesenden zum stillen Gedenken an Franz Weber erhoben hatten. Ohne ihn, den grossen Schweizer Pionier im Tier-, Natur- und Heimatschutz, wären sie nicht versammelt gewesen im prachtvollen Theatersaal des Kursaals Interlaken. Dort fand am Samstag die 37. ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Parkhotel Giessbach AG statt. Franz Weber hatte diese 1983 zum Betrieb des von ihm geretteten und 1984 wieder in Betrieb genommenen Giessbach-Hotels gegründet.

Dank an Ehefrau Judith

Vor der Gedenkminute erklärte Vera Weber den berührten Giessbach-Teilhabern, ihr Vater sei am 2. April 2019 friedlich eingeschlafen. Feierlich las sie die Schlussworte einer Rede, die Franz Weber 2014 vor dem Bundesamt für Umwelt gehalten hatte – demselben Jahr, in welchem er seiner Tochter die Präsidentschaft der Parkhotel Giessbach AG übergeben hatte.

Und der langjährige Verwaltungsrat Jean-Baptiste De Weck versäumte es nicht, nebst Franz Webers Wirken auch die Verdienste von dessen Frau Judith Weber zu unterstreichen. Sie habe ihrem Mann «im Duo» stets treu und voller Tatkraft zur Seite gestanden. Er freue sich, dass zudem Tochter Vera Weber die Geschicke der Parkhotels Giessbach AG ganz im Geiste seines «lieben Freundes Franz» weiterführe.

Kontinuierliche Steigerung

Daneben kamen die Informationen zum Geschäftsgang des Grandhotels nicht zu kurz. Da die GV des Vorjahres beschlossen hatte, das Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr zu verschieben, dauerte das vergangene Geschäftsjahr vom 1. November 2017 bis zum 31. Dezember 2018 und wies damit einmalig 14 statt 12 Monate auf.

«Im Geschäftsjahr 2017-18 konnten wir den besten Cashflow aller Zeiten erwirtschaften», freute sich Vera Weber: «Der Gesamtumsatz betrug 8,6 Millionen Franken und lag damit rund 900000 Franken über dem Vorjahr.» Schon per 31.10.2018, also im Zwölf-Monatsvergleich, habe der Umsatz das Vorjahr um satte 627000 Franken übertroffen. «Ich bin sehr glücklich über das Rekordergebnis und begeistert, mit einem so professionellen, engagierten Team rund um Mark von Weissenfluh zusammenarbeiten zu dürfen», betonte die Präsidentin.

Giessbach-Direktor Mark von Weissenfluh zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden. «Das abgeschlossene Geschäftsjahr stand im Zeichen der Sicherung und Konsolidierung der gesamten Infrastrukturanlage sowie der sanften und nachhaltigen Optimierung des operativen Geschäftes in praktisch allen Bereichen», sagte er.

Nicht zuletzt verdanke das Grandhotel Giessbach seine kontinuierlich starke und beinahe unerschütterliche jährliche Steigerung der Logiernacht- und Umsatzzahlen dem grossen Anteil treuer Giessbach-Stammgäste. «Sie und das Aktionariat bilden ein starkes Fundament für unsere Zukunft in einem auch weiterhin hart umkämpften Tourismusmarkt.»

Berner Oberländer

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