Gemeinde ehrt Skiliftbetreiber

Homberg

Seit 50 Jahren hat das Dorf einen Skilift. Dessen Betreiber wurden an der Budgetgemeindeversammlung beschenkt.

Der Skilift von Homberg, der seit 50 Jahren in Betrieb ist.

Der Skilift von Homberg, der seit 50 Jahren in Betrieb ist.

(Bild: Stefan Kammermann)

Im Dezember 1969 wurde der Skilift in Homberg eingeweiht. Er führt von der Dreiligasse über rund 300 Höhenmeter hinauf zur Winteregg. Gestartet haben den Lift Fritz Wyss, Karl Graf und Christian Leuenberger.

Von den Begründern sei leider keiner anwesend, da alle verstorben seien, sagte der Homberger Gemeindepräsident Andreas Wittwer zum Auftakt der Gemeindeversammlung am Freitagabend im Saal des Restaurants Kreuz.

Im Beisein von 29 Stimmberechtigten (von total 358) bat Wittwer stattdessen zwei der drei heutigen Skiliftbetreiber nach vorn. Im Namen der Gemeinde überreichte er ihnen jeweils einen Homberger Stern und ein kleines finanzielles Geschenk. Bei gar noch nicht winterlichen Verhältnissen wurde so die Versammlung eröffnet.

«Es steht ein investitionsschwaches Jahr bevor.»Myrta Berger, Finanzverwalterin von Homberg

Der Voranschlag der Gemeinde Homberg für 2020 sieht bei Aufwendungen von 2,573 Millionen ein Defizit von 56'400 Franken vor. Die Steueranlage bleibt unverändert bei 1,89 Einheiten. «Es steht ein investitionsschwaches Jahr bevor mit Ausgaben von netto 143'250 Franken», orientierte Finanzverwalterin Myrta Berger.

Hoher Bilanzüberschuss

Weiter äusserte sie sich zu den Transferausgaben und -einnahmen, bei denen es grössere Veränderungen gibt, weil die Schüler aus Schwendibach auf Mitte 2020 die Schule linke Zulg verlassen werden.

Für Homberg als Sitzgemeinde hat dies primär buchhalterische Auswirkungen. Wie Berger aber betonte, «war Schwendibach ein Nettozahler bei der Schule», welche die zweithöchste Schülerquote im Kanton hat und von ihm daher bislang einen Zusatzbeitrag erhielt.

Die Liegenschaftssteuer von aktuell 1,2 Promille könne 2021 ein Thema werden, führte die Finanzverwalterin zum Finanzplan aus, der weiter negative Abschlüsse vorsieht. Homberg kann jedoch von einemBilanzüberschuss von über 900'000 Franken zehren und hat zudem 1,5 Millionen Eigenkapital.

Zwei Räte bestätigt

«Es hat mir keiner gekündigt», sagte Gemeindepräsident Andreas Wittwer schliesslich zur Wiederwahl zweier Ratsmitglieder. Vizepräsident Ruedi Bühler und Gemeinderat Stephan Kaderli blieben an der Versammlung unbestritten.

Sie wurden still in ihren Ämtern als Vorsteher Bau, Planung und Umwelt sowie als Ressortchef Bildung und Präsident der Schulkommission bestätigt. Die drei anderen Ratsmitglieder stehen in zwei Jahren dann zur Wiederwahl an.

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