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Gemeinde schreibt rote Zahlen

Mit einem Defizit von knapp 120'000 Franken schliesst die Rechnung der Gemeinde besser ab als budgetiert. Die Gemeindeversammlung bewilligte zudem den Verkauf einer Landwirtschaftsparzelle.

Die Gemeinde verkauft ihre Parzelle beim alten Spritzenhaus.
Die Gemeinde verkauft ihre Parzelle beim alten Spritzenhaus.
Stefan Kammermann

«Es geht um Vergangenheitsbewältigung», sagte Finanzverwalterin Rebekka Knecht am Montagabend in Noflen. Die Kommune hatte nach dem deutlichen Ja zur Fusion mit Kirchdorf, Gelterfingen und Mühledorf im Mai (wir berichteten) zur zweitletzten Gemeindeversammlung eingeladen. Gekommen waren 24 Bürgerinnen und Bürger (11 Prozent der Stimmberechtigten).

Mit Vergangenheitsbewältigung meinte die Finanzverwalterin die Präsentation der Jahresrechnung. Diese schliesst bei einem Gesamtaufwand von 964 000 Franken mit einem Defizit von knapp 120 000 Franken ab. Dies ist um rund 40 000 Franken besser als budgetiert.

Die Verbesserung sei vorab auf die eingegangenen Grundeigentümerbeiträge an das Vermessungswerk zurückzuführen. Um sieben Prozent tiefer ausgefallen als vorgesehen sind indes die Steuererträge.

«Dies hat unter anderem mit ­diversen definitiven Veranlagungen zu tun», erläuterte Knecht. Wie sie weiter ausführte, hat die Gemeinde Noflen im vergangenen Jahr 86 700 Franken in zwei Strassensanierungen investiert.

Gemeinde als Geldgeberin

Trotz Rechnungsdefizit steht Noflen finanziell gut da. So kann es weiterhin als Geldgeberin auftreten. «Der Gemeinde Kirchdorf leihen wir eine Million Franken und einen kleineren Betrag der Wasserversorgung», erklärte die Finanzverwalterin. Dies nicht zuletzt dank dem Verkauf des Schulhauses. Zudem besitzt Noflen ein Eigenkapital von 1,282 Millionen Franken.

Gutgeheissen wurde der vom Gemeinderat beantragte Verkauf der 19 Aren grossen Landwirtschaftsparzelle Nummer sechs beim alten Spritzenhaus. «Wir haben von einem Landwirt ein ­Gesuch für den Kauf erhalten», sagte ­Gemeinderat Hermann Blatter. Der Landwirt möchte dort eine Scheune bauen, weil er keine weiteren Möglichkeiten habe, in Hofnähe diese zu realisieren.

Ein Verkaufspreis sei noch nicht bestimmt. «Er dürfte sich aber auf maximal fünf Franken pro Quadratmeter belaufen», erläuterte Blatter. Er wies darauf hin, dass die Parzelle mit der anstehenden Fusion für die Gemeinde eher eine Last sei. Das Vorhaben löste eine kurze Diskussion aus. Letztendlich blieb das Geschäft mit 16 Ja- und 2 Nein-Stimmen aber unbestritten.

Flur- und Hofnamen bleiben

Wie Gemeindepräsident Martin Meier ausführte, werde die Gemeinde auf eine Neubezeichnung der Strassen grossmehrheitlich verzichten und die Flur- und Hofnamen weitestgehend weiter verwenden. Rund 40 000 Franken hatte der Souverän im Dezember für das Projekt «Neue Gebäudeadressierung» bewilligt.

«Wir werden nach den Abklärungen durch eine Arbeitsgruppe gewisse Anpassungen machen, aber nur in kleinem Rahmen», sagte der Gemeindepräsident.

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