Gemeinsam gegen Gefahren

Blumenstein

Blumenstein Die Gemeindeversammlung sagte Ja zur Rechnung und dazu, dass die Naturgefahrenkarte gemeinsam mit Wattenwil überarbeitet wird.

Die Gürbe in Blumenstein: Nicht immer fliesst sie nach Regenfällen so ruhig wie auf diesem Bild.

Die Gürbe in Blumenstein: Nicht immer fliesst sie nach Regenfällen so ruhig wie auf diesem Bild.

(Bild: Marco Zysset)

Marco Zysset@zyssetli

31 Stimmberechtigte erfuhren am Montagabend im Singsaal des Schulhauses Blumenstein, dass es gut steht um die Gemeindefinanzen. Der Gesamthaushalt schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 11'552 Franken ab, gut 11'300 Franken besser als budgetiert. Insgesamt vermeldete Gemeindeverwalter Rolf Bieri einen Aufwand von gut 4,39 Millionen Franken im Jahr 2018. Im allgemeinen Haushalt – jenem Teil der Rechnung, der mit Steuern finanziert ist – resultiert zwar ein Aufwandüberschuss von 21'893 Franken.

Die Schlechterstellung von 17'893 Franken gegenüber dem Budget sei aber im Nachgang zur Einführung des neuen Rechnungsmodells HRM2 primär buchhalterisch bei den Abgrenzungen im Lastenausgleich Ergänzungsleistungen begründet, sagte Bieri. Bei den Steuern verzeichnete Blumenstein insgesamt gar rund 400'000 Franken höhere Einnahmen als budgetiert. «Die höheren Einnahmen aus Gewinn- und Grundstückgewinnsteuern sind allerdings einmalige Ereignisse», mahnte Bieri. Und: Nachdem Blumenstein schon 2017 höhere Steuereinnahmen verbucht hatte, sank der Ertrag aus dem Finanzausgleich per 2018 prompt.

Die Versammlung genehmigte die Rechnung einstimmig – inklusive eines Nachkredits zur periodengerechten Abgrenzung des Lastenausgleichs Ergänzungsleistungen. Auch die Totalrevision des Reglements für die Spezialfinanzierung Liegenschaften des Finanzvermögens passierte diskussionslos und einstimmig, auch hier ging es um eine Anpassung an HRM2.

80'000 Franken für mehr Sicherheit

Mit Jahrgang 2001 haben die Naturgefahrenkarten der Gemeinden Wattenwil und Blumenstein mittlerweile achtzehn Jahre auf dem Buckel. Deshalb steht eine Revision an – die gemeinsam mit Wattenwil an die Hand genommen werden soll, weil beide Gemeinden an die Gürbe angrenzen, wie Gemeindepräsidentin Regula Hänni erklärte. Schätzungen gehen davon aus, dass die Planung rund 80'000 Franken kosten und bis Sommer 2020 abgeschlossen sein dürfte.

Am Ende werden rund 90 Prozent der Kosten vom Kanton rückerstattet. Die Versammlung genehmigte auch diesen Kredit diskussionslos und einstimmig – sodass Regula Hänni die Versammlung nach Infos, zwei Quizfragen und immer noch rekordverdächtigen 22 Minuten schliessen konnte.

Thuner Tagblatt

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