«Grösse für einen GGR erreicht»

Heimberg

Gemeinderatskandidat Jürg Zaugg von der FDP möchte, dass in Heimberg ein Grosser Gemeinderat (GGR) eingeführt wird. Zudem findet er, dass der aktuelle Steuersatz von 1,50 unbedingt beibehalten werden müsse.

Was läuft in den Augen Ihrer Partei in Heimberg falsch?Jürg Zaugg:In Heimberg läuft nicht vieles falsch. Die Gemeinde hat gesunde Finanzen. Bedenklich ist jedoch, dass an Gemeindeversammlungen kaum mehr als 1 Prozent der Stimmberechtigten teilnehmen. Dies ist weder demokratisch noch liberal. Die FDP Heimberg hat eine Initiative für die Einführung eines Parlaments «Grosser Gemeinderat GGR» lanciert. Somit erhält Heimberg moderne Strukturen und transparente Abläufe .

Wie will Ihre Partei diesen Mangel beheben respektive die kommunale Politik korrigieren?Wenn wir Freisinnigen wieder mindestens mit einem Sitz im Gemeinderat vertreten sind, kann vieles angestossen und weiterentwickelt werden.

Heimberg wächst seit Jahren stetig. Worin sehen Sie die grösste Chance dieser Entwicklung, worin das grösste Risiko?Ein gesundes Wachstum ist gut für Heimberg, es soll weiterhin gefördert werden, aber das Augenmass darf nicht verloren gehen. Wenn Heimberg weiterhin «leicht gebremst» weiterwachsen kann, besteht kaum ein Risiko.

Punkto Steuern (1,50) gehört Heimberg zu den kantonsweit attraktivsten Gemeinden. Warum soll sich dieser Satz in den nächsten vier Jahren ändern oder beibehalten werden?Der Steuersatz muss unter allen Umständen beibehalten werden. Künftige Investitionen sind deshalb entsprechend zu planen und umzusetzen.

Ein grosser planerischer Brocken in nächster Zeit ist die Erschliessung von Heimberg-Süd. Warum braucht es sie (nicht)?Die wichtigsten Planungsentscheide sind bereits 2014 und vorher gefallen. Nun müssen mit Steffisburg und unter Berücksichtigung der kantonalen Vorgaben Wege gesucht werden. Mit den Einsprechern müssen verträgliche Lösungen gefunden werden. Keine Lösung würde das heutige Verkehrsproblem noch verschärfen.

In Heimberg laufen Bestrebungen, ein Ortsparlament mit einem Grossen Gemeinderat einzuführen. Warum braucht es ein solches Parlament (nicht)?Wir setzen uns für einen GGR ein, deswegen haben wir eine Initiative gestartet. Die Kommissionen haben kaum noch Entscheidungskompetenz. Im Kanton Bern gibt es bereits 23 Gemeindeparlamente. Heimberg hat fast 7000 Einwohner, damit ist die Grösse für einem GGR erreicht.

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