Güggeli-Buri weicht neuem Wohnraum

Hünibach

Am Dienstag fand auf dem Grundstück der ehemaligen Alten Pinte, auch Güggeli-Buri genannt, die Grundsteinlegung für drei neue Gebäude statt.

Grundsteinlegung auf dem Grundstück des ehemaligen Güggeli-Buri: v.l. Immobilien-Berater Peter Kohler, Bauleiter Daniel Kessler, Architektin Nicole Ineichen und Geschäftsführer Peter Nyffenegger vergraben eine Kiste mit verschiedenen Objekten, die für das Grundstück von Bedeutung sind.

Grundsteinlegung auf dem Grundstück des ehemaligen Güggeli-Buri: v.l. Immobilien-Berater Peter Kohler, Bauleiter Daniel Kessler, Architektin Nicole Ineichen und Geschäftsführer Peter Nyffenegger vergraben eine Kiste mit verschiedenen Objekten, die für das Grundstück von Bedeutung sind.

(Bild: Irina Eftimie)

Wo früher das Restaurant Zur alten Pinte oder Güggeli-Buri – wie es in der Region genannt wurde – stand, werden bald drei neue Gebäude entstehen.

«Es hat vier Jahre gedauert, bis wir mit der Denkmalpflege einen Konsens finden und mit dem Bau der neuen Gebäude beginnen konnten», sagt Peter Nyffenegger, ­Geschäftsführer der Bauherrengesellschaft für das Projekt in Hünibach. Um den Baustart gebührend zu feiern, fand am Dienstag im Beisein der Medien die Grundsteinlegung statt.

Das Erfolgsrezept

Zur grossen Bekanntheit des Grundstückes, wo das Projekt entsteht, trug vor allem das ehemalige Besitzerehepaar Buri bei. 1959 kaufte nämlich der Hobbykoch Hans Bernhard Buri das Gebäude, das 1894 als Pension Hünibach eröffnet worden war.

In der Innerschweiz entdeckte er dann das bekannte «Poulet im Chörbli». Er erhielt die Erlaubnis, das Gericht in seinem Restaurant anzubieten, und begann sich schon bald durch das leckere Angebot von seiner Konkurrenz abzuheben.

Bis zum Tod von Bernhard Buri im Jahr 1979 führte das Ehepaar das Restaurant Zur alten Pinte gemeinsam, bis Ende 2014 bot die Witwe Hildegard Buri immer noch «Güggeli» an. In den besten Zeiten wurden in der Alten Pinte bis zu 100 Portionen pro Tag verkauft.

Da die Nachfrage aber zunehmend sank, musste Hildegard Buri das Lokal schliesslich schweren Herzens schliessen.

Anlehnung an die Pinte

Bald nach dem Entscheid zur Schliessung des Restaurants wurde das Grundstück von vier Investoren gekauft, welche durch Peter Nyffenegger vertreten ­werden. «Wir konnten das bekannte Restaurant leider nicht weiterführen, da es zu sehr mit der Person von Hildegard Buri verbunden war.

Und wir denken, dass es auch nicht mit einem neuen Besitzer und einem neuen Konzept funktioniert hätte», sagt Nyffenegger. Deshalb soll jetzt anstelle des Restaurants eine neue Überbauung entstehen: Geplant sind drei Gebäude, ein Einfamilienhaus und zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt sieben Wohnungen, die sich mit gewissen Gestaltungselementen an die Alte Pinte anlehnen.

Unter anderem wird auch der alte Brunnen integriert: «Wir haben den Brunnen entfernt und lagern ihn bis zum Ende der Bauzeit ein», erklärt Peter Nyffenegger.

Der Grund für all diese Massnahmen: Die Alte Pinte ist im Bauinventar als erhaltenswert eingestuft. Gemäss Baugesetz ist ein Abbruch eines erhaltenswerten Gebäudes nur zulässig, wenn die Erhaltung unverhältnismässig ist.

«Wir mussten den Nachweis erbringen und Gutachten erstellen lassen, dass eine Sanierung oder ein Umbau unvernünftig wären. Nur deshalb haben wir jetzt grünes Licht für den Abbruch erhalten», erklärt Peter Nyffenegger. Er ist überzeugt, dass sich die neuen Gebäude dank des Brunnens und der weiteren Gestaltungselemente perfekt in das Ortsbild einfügen werden.

Thuner Tagblatt

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