Heimberg

Hallenbad: Jetzt sind die Gemeinden gefragt

Heimberg Diese Woche erhalten verschiedene Gemeinden in der Region Post von der Genossenschaft Sportzentrum Heimberg. Sie ist auf der Suche nach Geld, um den Ausbau des Hallenbads zu finanzieren.

Die Genossenschaft Sportzentrum Heimberg sucht nach Geldgebern für den Ausbau. Bild: Patric Spahni

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Seit knapp zehn Jahren liegt die Idee, das Hallenbad Heimberg um eine Schwimmhalle zu erweitern, auf dem Tisch. Jetzt will die Genossenschaft Sportzentrum Heimberg Nägel mit Köpfen machen: Diese Woche verschickt sie Briefe an Gemeinden in der Region. «Es ist unser Wunsch, dass sie sich am Ausbau beteiligen», sagt Bernhard Gyger, Verwaltungsratspräsident der Genossenschaft. Denn: Seit dem Bau Ende der 1970er-Jahre betreibt die Genossenschaft die Anlage rentabel und ohne öffentliche Beiträge – was weitum einmalig ist. Auch der Bau wurde einzig von den Gemeinden Heimberg und Steffisburg sowie der Burgergemeinde Heimberg unterstützt.

Konkret geht es darum, die bestehende Anlage um einen Wellnessbereich zu erweitern, das Restaurant auszubauen, einen zentralen Eingangs- und Garderobenbereich zu erstellen sowie ein Aussenbecken und eine neue Schwimmhalle mit einem 25-Meter-Wettkampfschwimmbecken. Mit dem Umzug der Garderoben könnte zudem im bestehenden Hallenbad Raum für ein Kinderland geschaffen werden.

30-Millionen-Projekt

Erste Kostenschätzungen gehen von einem Investitionsvolumen in der Grössenordnung von 30 Millionen Franken aus. «Ideal wäre, wenn die Hälfte dieser Summe von den Gemeinden käme, sodass wir die andere Hälfte am Kapitalmarkt beschaffen könnten», sagt Gyger. Welche Gemeinde wie viel bezahlen soll, lässt er indes offen. «Wir haben einen Schlüssel erstellt, der sich an der Bevölkerungszahl und den Eintritten ins Hallenbad orientiert», sagt er lediglich. Damit signalisiert er, dass die Genossenschaft Sportzentrum Heimberg weiter davon ausgeht, dass die Stadt Thun einen namhaften ­Beitrag zum Hallenbadneubau beisteuern sollte.

Was macht Thun?

Ein erstes Projekt ist gescheitert, weil es in den Augen der Stadt zu teuer war (wir berichteten). «Wir haben immer signalisiert, dass wir bereit sind, uns über ein allfälliges günstigeres Projekt zu beugen», sagt der zuständige Gemeinderat und Vorsteher der Direktion Bildung, Sport, Kultur, Roman Gimmel (SVP), auf Anfrage. Bezüglich der Höhe eines finanziellen Beitrags will er sich indes nicht auf die Äste hinauslassen. «Selbstverständlich haben wir auch bei diesem Vorhaben eine Schmerzgrenze», antwortet er auf die entsprechende Frage. «Wie hoch die sein soll, haben wir im Gemeinderat indes noch nicht definiert.»

Thun bleibt zentral

Klar ist: Diese Schmerzgrenze liegt unter 18 Millionen Franken. So viel, schätzte die Stadt nämlich, hätte sie in das erste Projekt investieren müssen. Und klar ist ebenfalls: Mit Blick auf die Verteilung der Wohnbevölkerung im Verwaltungskreis Thun müsste die Stadt Thun wohl mindestens die Hälfte der 15 Millionen berappen, welche die Genossenschaft Sportzentrum Heimberg bei den Gemeinden holen möchte.

«Wir haben die Gemeinden ­angeschrieben und unsere Vorstellungen der finanziellen Be­teiligung kommuniziert», sagt Bernhard Gyger. «Zusätzlich haben wir ihnen angeboten, das Projekt persönlich vorzustellen.» Er rechnet damit, dass bis Mitte Jahr die Rückmeldungen vorliegen, damit das weitere Vorgehen bestimmt werden kann.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 06.04.2018, 08:18 Uhr

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