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Heimberg rechnet mit tiefroten Zahlen

Das Budget 2016 rechnet bei Aufwendungen von 26,274 Millionen Franken mit einem Fehlbetrag von 1,118 Millionen Franken. Die Steueranlage bleibt dabei unangetastet. Zudem will die Gemeinde Heimberg in den kommenden Jahren rund 35 Millionen Franken investieren.

Über den Umbau der Aula wird in Heimberg erneut abgestimmt. Das überarbeitete Sanierungsprojekt kommt Anfang April an die Urne.
Über den Umbau der Aula wird in Heimberg erneut abgestimmt. Das überarbeitete Sanierungsprojekt kommt Anfang April an die Urne.
Stefan Kammermann

Am 30.November werden die Stimmberechtigten der Gemeinde Heimberg über das Budget 2016 nach dem neuen Rechnungsmodell HRM2 befinden. Mit dem Voranschlag für das kommende Jahr wird den Bürgern ein Budgetfehlbetrag von 1,118 Millionen Franken vorgelegt. Der betriebliche Aufwand ist dabei mit 26,274 Millionen Franken ausgewiesen. Dies ist ein Zusammenzug der Ergebnisse aus dem allgemeinen Haushalt (Steuern) und den Spezialfinanzierungen Wasser, Abwasser und Abfall. Der allgemeine Haushalt rechnet indes noch mit einem Defizit von knapp 764000 Franken und einem Aufwand von 22,71 Millionen Franken. «Wir sind von diesen Zahlen nicht überrascht», sagte Heimbergs Gemeindepräsident Niklaus Röthlisberger (SVP) gestern vor den Medien. Weil die Gemeinde in den vergangenen Jahren zahlreiche Investitionen wie zum Beispiel für den Ausbau der Schulanlage getätigt habe, sei das Budgetdefizit voraussehbar gewesen. «Wir haben dennoch sehr vorsichtig budgetiert», so der Gemeindepräsident weiter. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der Steuerertrag aufgrund der vergangenen Revision des Steuergesetzes nicht im Verhältnis zur Steigerung der Einwohnerzahl zunehme. «Das geplante Budgetdefizit ist verkraftbar», erläuterte denn auch Finanzverwalter Markus Gempeler. Zumal die Gemeinde derzeit ein Eigenkapital von rund 8,6 Millionen Franken ausweist. Steueranlage bleibt Wie Niklaus Röthlisberger weiter ausführte, bleiben die Steueranlage von 1,50 Einheiten sowie die Liegenschaftssteuer von 1,2 Promille unverändert. Ob in Heimberg mittelfristig eine Steuererhöhung zum Thema wird, wird sich zeigen. «Künftig müssen wir bei den Steuern vermutlich genauer hinsehen, ob wir da noch richtig liegen», sagte der Gemeindepräsident. Investieren will die Gemeinde jedenfalls weiter. Für das kommende Jahr sind dazu 4,3 Millionen Franken vorgesehen. Gemäss Finanzplan sind bis ins Jahr 2020 insgesamt 35,8 Millionen Franken für Investitionen eingestellt. Zu Buche schlagen werden im Finanzplan etwa der Restausbau der Schulanlage und das überarbeitete Projekt für den Umbau der Aula. Letzteres wird Anfang April zur Urnenabstimmung kommen. Weiter sind auch Investitionen in den Strassen- und Wasserbau, den Hochwasserschutz oder in eine Mehrfachhalle im Programm. «Wenn wir alles realisieren, werden wir in eine grosse Neuverschuldung hineingehen», betonte Röthlisberger. Und weiter: «Dann würden unsere Schulden in fünf Jahren um rund 10 Millionen Franken ansteigen.» Gemäss Finanzplan belaufen sich diese derzeit auf 16 Millionen Franken. Neues Infohandbuch Vorgestellt wurde gestern ebenso ein neues Informationshandbuch, das der Gemeinderat ausarbeiten liess. Es regelt für Behörden und Verwaltung den Umgang mit den Medien und soll Klarheit schaffen, wer wen wann und worüber informiert. Stefan Kammermann

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