Hitze prägte das Abenteuer Tischmesse

Steffisburg

Während zweier Tage präsentierten sich Handel und Gewerbe in Steffisburg zum ersten Mal an einer Tischmesse. Mit etwa 1'000 Besucherinnen und Besuchern fiel das Fazit der Organisatoren positiv aus.

Trotz Hitze fanden zahlreiche Besucherinnen und Besucher den Weg an die erste Tischmesse in der Aula Schönau. Foto: Stefan Kammermann

Trotz Hitze fanden zahlreiche Besucherinnen und Besucher den Weg an die erste Tischmesse in der Aula Schönau. Foto: Stefan Kammermann

Es war nicht wirklich Messewetter. Der Sommer zeigte sich übers Wochenende von der besten Seite. Dennoch: Die insgesamt 37 Aussteller an der ersten Steffisburger Tischmesse hatten es gut. In der Aula der Schulanlage Schönau waren die Mitglieder des Handwerker- und Gewerbevereins (HGV) Steffisburg und Umgebung grossmehrheitlich im Schatten.

Da und dort sorgte auch gleich ein Ventilator neben dem Tisch für kühle Luft. Auf den Tischen, übrigens alle genau gleich gross, war einiges zu sehen: Bücher, bunte Stifte und Schulmaterial präsentierte zum Beispiel die örtliche Papeterie. Während ein Holzwarenproduzent seine Produkte auf dem Tisch gleich ziemlich in die Höhe baute, symbolisierte eine Bank mit Samen, Keimlingen, Jungpflanzen und blühenden Sonnenblumen Wachstum.

Idee kam an

«Ich finde die Idee einer Tischmesse eine gute Plattform, um sich als Steffisburger Unternehmen dem Publikum zu präsentieren», meinte Irene Rychener, Standbetreuerin und Kundenberaterin der Krankenkasse Steffisburg. «Es ist günstig und ohne viel Aufwand zu bewerkstelligen und praktisch», bezeichnet Lukas Pirkheim, Inhaber der Eicher Holzwaren AG aus Schwarzenegg, die Möglichkeit, an der Tischmesse auszustellen. Zumal eine herkömmliche Gewerbeausstellung gerade für kleine Firmen nicht nur sehr aufwendig, sondern ebenso auch mit finanziellem Aufwand verbunden sei.

«Das Konzept mit der ersten Ausgabe der Tischmesse ist trotz der Hitze aufgegangen.»Elio Krenger, OK-Präsident

«Eine gute Möglichkeit»

«Für mich ist dies eine sehr angenehme Art, unser Geschäft zu präsentieren», betonte Bernhard Kummer vom gleichnamigen Familienunternehmen für keramische Wand- und Bodenbeläge. Er hatte am Tisch jedenfalls die eine oder anderen Anfrage, aus der vielleicht in nächster Zeit auch ein Auftrag werden kann. Und Kummer betonte, dass die Tischmesse ebenso eine gute Möglichkeit sei, sich unter verschiedenen Gewerbetreibenden auszutauschen. Allerdings war der Publikumsaufmarsch gerade am Samstag nicht allzu gross. Am späteren Nachmittag und am Abend blieben die Aussteller mehrheitlich unter sich.

Einigermassen aufgegangen

«Die Tischmesse ist zwar in Ordnung, ich finde es aber schade, dass es in Steffisburg nicht gelingt, eine herkömmliche Gewerbeausstellung auf die Beine zu stellen», meinte Besucher Werner Marti aus Steffisburg. Zumal in verschiedenen kleineren Gemeinden in der Region Thun eine herkömmliche Gewerbeausstellung Tradition habe.

Eine solche fand in Steffisburg letztmals im Jahr 2006 mit 147 Ausstellern im ehemaligen AMP-Areal statt. Weil es im Dorf schwierig ist, entsprechende Lokalitäten für eine klassische Gewerbeausstellung zu finden, haben sich die Verantwortlichen des HGV mit der Tischmesse für ein neues Konzept entschieden.

«Das Konzept mit der ersten Ausgabe der Tischmesse ist trotz der Hitze aufgegangen», zog am Sonntagabend OK-Präsident Elio Krenger gegenüber dieser Zeitung eine erste Bilanz. Mit rund 1'000 Besucherinnen und Besuchern in den zwei Tagen liege die Zahl zwar eher im unteren angestrebten Bereich. Die Aussteller hätten sich jedenfalls positiv zum neuen Konzept geäussert. Ob es zu einer zweiten Auflage der Tischmesse kommen wird, ist offen. «Wir werden das Ganze analysieren und dann bestimmen, wie es weitergeht», so der OK-Präsident. Und: «Es ist denkbar, dass wir am Konzept festhalten werden.»

Thuner Tagblatt

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