Zum Hauptinhalt springen

Höhere Gebühren für Fischer-Patente

Die neuen Vorschriften für Angelfischer erhitzen die Gemüter.

Neu müssen Angelfischer einen Hegebeitrag von 50 Franken zahlen. Foto: iStock
Neu müssen Angelfischer einen Hegebeitrag von 50 Franken zahlen. Foto: iStock

Am 6. Juni 2018 hat der Grosse Rat, im Rahmen der kantonalen Sparmassnahmen, einer Änderung des Fischereigesetzes zugestimmt. Es ist am 1. Januar dieses Jahres in Kraft getreten. Damit werden die Gebühren für ein Angelfischpatent erhöht. Erwachsene Angelfischerinnen und -fischer haben zudem einen Hegebeitrag von 50 Franken zu entrichten, wenn sie keine Hegearbeiten verrichten.

Ausserdem wird unter anderem die Schonzeit für Äsche bis 31. August verlängert. Das führte bei der 85. DV der Fischerei-Pachtvereinigung für Diskussionen. Markus Meyer, Präsident des Bernisch Kantonalen Fischerei-Verbands (BKFV), erklärte, dass die Vereine Einsprachen gegen die Verlängerung der Schonzeit hätten machen können. Davon sei jedoch nicht gross Gebrauch gemacht worden. Der Hegebeitrag sei zum Teil für Projekte der Vereine bestimmt und seines Erachtens eine gute Sache.

«Die Klimaerwärmung hat die Äschenpopulation von Ende 80er- bis Ende 90er-Jahre um die Hälfte schrumpfen lassen.»

Aus dem Jahresbericht von Renato Frauchiger, Präsident der Fischerei-Pachtvereinigung

In seinem Jahresbericht hielt Vereinspräsident Renato Frauchiger fest, bei den Expertenrunden sei festgestellt worden, dass die Klimaerwärmung die Äschenpopulation von Ende 80er- bis Ende 90er-Jahre um die Hälfte habe schrumpfen lassen. Damals wurden beim Laichfischfang noch rund zwei Millionen Eier gezählt. Im letzten Jahr ist der Eierertrag gleich null gewesen.

«Das ist ernüchternd. Die Abschussbewilligung für Kormorane scheint richtig zu sein, aber kein Grund zum Jubeln», erläuterte der Präsident. Mit mehr Freude berichtete er den 22 Anwesenden, dass dank der Unterstützung der Vermieterin das Offiziersbad zum Bijou geworden sei und sich das Projekt «Naturverlaichung» erfreulich entwickle.

Die Baustellenabfischung im Sommer und der Einsatz von Jürg Ludwig, Ruedi Richiger und Rolf Schoch führten schlussendlich zur ehrenamtlich realisierten schwarzen Zahl in der Rechnung. Bei einem Aufwand von 13'592 Franken schloss sie mit einem Ertragsüberschuss von 727 Franken, erklärte Rolf Schoch.

Im Jahresbericht Aufzucht und Elektrofang hält Jürg Ludwig fest, dass sich die 6000 Brütlinge gut entwickelt und der Abgang sich in Grenzen gehalten habe. Davon wurden am 2. August rund 1600 Sömmerlinge in die Aare eingesetzt. Die Aufzucht von Seeforellen sei ohne Probleme verlaufen. 80 Anwärter wurden im Thunersee eingesetzt, 70 verblieben in der Badi.

Rechnung und Jahresberichte wurden mit grossem Applaus abgesegnet. Neuer Vertreter der freiwilligen Fischereiaufsicht ist Peter May.

Informationen: www.pvthun.ch

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch