Gwatt

Ice Magic und «Wollreich» siegen

GwattDas Top of Europe Ice Magic gewann den Tourismusinnovationspreis der Volkswirtschaft Berner Oberland. Das «Wollreich» Haslital ist der Preisträger für Innovation in der Landwirtschaft.

Die Träger der beiden Innovationspreise: Stehend das Team des «Wollreichs» mit Sandra Maurer, Heinz, Ruth,  Patrick und Jasmin Brog und Ueli Müller, vorne die kleinen Eiskunstläuferinnen Kylie Dannigkeit und Mei Weingart mit Stefan Ryser, Vizedirektor TOI, als Mitorganisator von Ice Magic.

Die Träger der beiden Innovationspreise: Stehend das Team des «Wollreichs» mit Sandra Maurer, Heinz, Ruth, Patrick und Jasmin Brog und Ueli Müller, vorne die kleinen Eiskunstläuferinnen Kylie Dannigkeit und Mei Weingart mit Stefan Ryser, Vizedirektor TOI, als Mitorganisator von Ice Magic. Bild: Markus Hubacher

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die kleinen Eiskunstläuferinnen Kylie Dannigkeit und Mei Weingart vom Eislaufclub Jungfrau überreichten Stefan Ryser, Vizepräsident der Tourismusorganisation Interlaken, den Check: Der Verein Chance Winter, Träger der Eislandschaft Top of Europe Ice Magic auf der Höhematte, Interlaken, ist Gewinner des Innovationspreises Berner Oberland in der Sparte Tourismus.

Verliehen wird der Preis von der Volkswirtschaft Berner Oberland an ihrem Neujahrsapéro, der gestern im Deltapark in Gwatt stattfand. Eine unabhängige Jury setzte Top of Europe Ice Magic an die Spitze von vierzehn ein­gereichten Projekten.

Sorgen und Zweifel

Die Laudatio hielt Jurymitglied Ursula Flück-Arbeiter vom Freienhof Thun. Sie sprach von den Sorgen der Initianten von Ice Magic, von schlaflosen Nächten wegen der Kritiker und Zweifler, die nicht geglaubt haben, dass eine durchschnittliche Besucherzahl von fünfhundert pro Tag erreicht würde, aber auch von Unterstützung dabei, aus «Me sött» die Eislandschaft zu realisieren.

«Ice Magic ist Freude, Emotionen und Magie. Geschaffen mit viel Herzblut und einem genialen Marketing», sagte die Laudatorin. Anstelle von der grippe­geplagten Iris Huggler nahm TOI-Vizepräsident Stefan Ryser den Preis entgegen.

«Ice Magic ist Freude, Emotionen und Magie.»

Ursula Flück-Arbeiter 

«Wolle kann kühlen, wärmen, Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben»: Heinz Brog aus Geissholz weiss alles über Wolle und Schafe. Begonnen hat das «Wollreich» der Familie Brog, wie Künstler und Autor Heinrich Gartentor als Laudator erzählte, damit, dass Heinz Brog zwei Schafe geschenkt erhalten hat. Schwarznasenschafe, die zur Herde geworden sind und im Sommer geschützt von Eseln unter den Engelhörnern weiden. Im «Wollreich» in Meiringen wird geschoren, gekartet, gefilzt, werden warme Fütterungen für Outdoorware, weiche Kopfkissen und innovative Designer­produkte hergestellt.

Es gibt Kurse, Führungen, ein Übernachtungsangebot. Das «Wollreich» erhielt den Innovationspreis in der Sparte Landwirtschaft. «Ich bin überwältigt vor Freude. Der Preis gibt uns Kraft, unsere Ziele weiterzuverfolgen», sagte Heinz Brog. Bauprojekte stehen an.

And the winner is . . .

Das Volkswirtschaftsteam hatte es spannend gemacht: Vertreter von insgesamt sechs Projekten waren im Saal. Die beiden Laudatoren lobten auch sie, bevor sie die Sieger bekannt gaben.

Für den Tourismuspreis waren Gstaad-Saanenland mit dem zweisprachigen Skilagerprojekt «Deux im Schnee» nominiert, Lenk Simmental Tourismus mit dem interaktiven Erlebnisführer Lenk und Beat Hutmacher mit «Yetis Alphütten», wo die Gäste lange Natur und Einfachheit geniessen. Für den Landwirtschaftspreis war das Käsereifungslager Cheisten der Gemeinde Innertkirchen in einem ehemaligen Zivilschutzbunker nominiert.

Vertreter der beiden Preis­träger vom Vorjahr (Beach Arena Spiez und Dittligmühle, Längenbühl) sprachen von Innovationsschüben, die durch den Preis ausgelöst worden seien. (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.01.2017, 07:28 Uhr

Ölscheiche im Oberland

«Innovation und Tradition» heisst das Jahresthema der Volkswirtschaft Berner Oberland. Im Vorfeld der Preisverleihung befragte Geschäftsführerin Susanne Huber drei Unternehmer, die mit Innovationen auf dem Energiesektor Preise erhalten haben.

Jürg Grossen, Präsident der Volkswirtschaft, hat mit der Firma Elektroplan Buchs und Grossen in Frutigen den Schweizer Watt d’Or 2016 gewonnen, die Firmen Wenger Fenster, Wimmis, und Ghelma AG Spezialtiefbau, Meiringen, erhielten Preise von «Neue Energie Bern». Warum erhalten Berner Oberländer Firmen überdurchschnittlich häufig Energiepreise? «Wir sind die Ölscheiche des Kantons», sagte Grossen und sorgte für ein Schmunzeln im Saal. «Wir haben Wasser, Holz, Wind und Sonne.» Und wer in einer Randregion lebe, sei fast gezwungen, innovativ zu sein. Der Watt d’Or habe Folgen, seine Firma habe viele neue Aufträge bekommen. Matthias Reber von der Firma Ghelma stellte Entwicklungen der Firma vor, die beim energieintensiven Spezialbau Energie sparen helfen: Hochdruck-In­jektionsdüsen und Bohrkronen, welche Energie sparen helfen.

Markus Wenger von der Wenger Fenster AG, Wimmis, fabriziert Dachfenster für Solaranlagen. Mit Dachfenstern der Wenger Fenster AG können Solardächer ohne technische Kompromisse mit schönem Design ausgestattet werden.

Artikel zum Thema

Gute Ideen im Tourismus werden belohnt

Sechs Projekte sind für den Innovationspreis Berner Oberland nominiert. Unter anderem Wintersportförderung für Schüler, ein besonderes Schlittschuherlebnis oder urige Alphütten. Mehr...

Schutzengelchen für das dritte Ice Magic

Interlaken Die dritte Auflage von Ice Magic ist gestartet: Mit kleinen Eisengeln und mit viel Schlittschuhpublikum, das auf den Höhematte-Eiswegen seine Runden drehte. Mehr...

Selbst Australier und Stefan Otz schauten vorbei

Interlaken Die Ice-Magic der Ausgabe 2016/2017 ist angelaufen. Mit viel Volk und zufriedenen Gesichtern schon in den ersten Tagen. Mehr...

Abo

Immer die Region zuerst. Im Digital-Light- Abo.

Den Berner Oberländer digital im Web oder auf dem Smartphone nutzen. Für nur CHF 17.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Blogs

Sportblog Bürki-Verbot

Serienjunkie Der Kampfevent

Die Welt in Bildern

Wandelnder Busch: Ein Model zeigt die Frühling Sommer Kollektion 2018 des chinesischen Designers Viviano Sue an der Fashionweek in Tokio. (19. Oktober 2017)
(Bild: EPA/FRANCK ROBICHON) Mehr...