«Ich wage diesbezüglich keine Prognose mehr»

Thun

Thuns Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) zur Entlassung von 100 Angestellten bei Meyer Burger.

Thuns Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) verspricht den vom Abbau in Thun betroffenen Angestellten Hilfe anzubieten. (Archivbild)

Thuns Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) verspricht den vom Abbau in Thun betroffenen Angestellten Hilfe anzubieten. (Archivbild)

(Bild: Tobias Anliker)

«Diese neue Entwicklung zeigt, dass die Marktbedingungen im Bereich, in dem Meyer Burger tätig ist, nach wie vor sehr schwierig sind.» Dies sagte Thuns Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) in einer ersten Reaktion auf den jüngsten grossen Stellenabbau beim Thuner Solarzulieferer.

Die Firma sei den «speziellen Gegebenheiten» in China ausgeliefert, wo die Regierung immer mal wieder die Spielregeln ändere, etwa bei der Einspeisevergütung. «Mit dem Wirtschaftsstandort Thun oder Schweiz hat das also direkt nichts zu tun», so Lanz.

Auf die Frage, ob er in nächster Zeit nun gar einen kompletten Wegzug von Meyer Burger aus Thun befürchte, meint der Stadtpräsident: «Ich wage diesbezüglich keine Prognose mehr.»

Die von Meyer Burger ausgelagerte und erfolgreiche Firma 3S Solar Plus für Solardach- und Fassadensysteme in der Schweiz beweise laut Lanz, dass die Solarindustrie in anderen Märkten durchaus funktioniere.

Was die vom Abbau in Thun betroffenen Angestellten betrifft, verspricht der Thuner Stadtpräsident, gemeinsam mit dem Beco Hilfe anzubieten. Auch mit Meyer Burger selbst bleibt der Gemeinderat in Kontakt, beispielsweise, um für die frei werdenden Büroflächen nach Nachfolgelösungen zu suchen.

gbs

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