Im Rothorn ging die Post ab

Schwanden

Bei ihrem Auftritt im Landgasthof Rothorn rissen die Gupfbuebe das Publikum vom Hocker. Die vier Vollblutmusiker beeindruckten mit herausragendem Können und herzlicher Ausstrahlung.

Die Gupfbuebe mit (v. l.) Dominik Lendi, Dani Häusler, Ueli Stump und Jörg Wiget sorgten im Rothorn mit Charme und fulminanten Rhythmen für gute ­Laune.

Die Gupfbuebe mit (v. l.) Dominik Lendi, Dani Häusler, Ueli Stump und Jörg Wiget sorgten im Rothorn mit Charme und fulminanten Rhythmen für gute ­Laune.

(Bild: Verena Holzer)

Ein wahres Feuerwerk zündeten Dani Häusler (Klarinette und Saxofon) Jörg Wiget (Akkordeon), Ueli Stump (Piano) und Dominik Lendi (Kontrabass) im Rothorn in Schwanden.

Mit ihren, auf hochstehendem Level gespielten Rhythmen im Innerschweizer Stil überzeugte die Kapelle Gupfbuebe das Publikum. Neben professionellem Können konnten die Gäste eine Menge Charme und Frohsinn geniessen.

Bereits mit elf Jahren hat Dani Häusler mit dem Klarinettenspielen begonnen. Bald gründete er mit Jörg Wiget und Dominik Lendi, damals noch am Piano, die Gupfbuebe. Gupfbuebe deshalb, weil das Elternhaus von Kapellmeister Häusler auf dem Gupf in Unterägeri steht.

Dort hat das Trio auch geübt – und wie. Bereits ein Jahr später trat die Formation beim Schweizer Fernsehen auf. Weitere Auftritte folgten bei den Volksmusikmoderatoren Göpf Egg und Karl Moik.

Neustart vor zwölf Jahren

Alle drei absolvierten ein Musikstudium. In dieser Zeit gingen sie eigene Wege. Dani Häusler besuchte das Konservatorium in Luzern und erzielte beim Abschluss wie auch beim Konzertdiplom Bestnote.

Vor zwölf Jahren vereinten sich die drei wieder. Weil aber Lendi sein Studium auf dem Kontrabass absolviert hatte und nun dieses Instrument spielt, brauchte die Formation einen neuen Pianisten und fand ihn in Ueli Stump.

Immer noch fasziniert vom Innerschweizer Volksmusikstil, wurden unter anderem Carlo Brunner, Jost Ri­bary oder die Kapelle Heirassa ihre grossen Vorbilder. Die Gupf­buebe waren so gut, dass sie von Erfolg zu Erfolg eilten.

Ehre für grosse Verdienste

Dani Häusler ist Musiker mit Leib und Seele. Als Komponist hat er um die 200 Volksmusikstücke geschrieben. Viele davon sind auf die Gupfbuebe zugeschnitten. Daneben spielt er in der Formation Hanneli-Musig.

Seit fünfzehn Jahren interpretiert sie Kompositionen aus dem 19. Jahrhundert aus der Sammlung von Hanny Christen. Daneben beteiligte sich Häusler an zwei Tourneen der Big Band Innerschwiizer Ländler Stärnstund, welche aus verschiedenen namhaften Komponisten und Musikern besteht.

Als Experte arbeitet er bei der SRF-Musikwelle und unterstützt Nicolas Senn in seiner SRF-Sendung «Potzmusig». Neben den rund 100 Auftritten pro Jahr engagiert er sich als Dozent an der Musikschule Luzern.

Für sein enormes Engagement für die Volksmusik wird Dani Häusler am 28. Oktober in einem öffentlichen Anlass in der Kirche St. Martin in Schwyz mit dem Goldenen Violinschlüssel geehrt. Es ist die höchste Auszeichnung in der Sparte Volksmusik.

Wie das Organisationspaar der Musikanlässe im Rothorn Trudi und Werner Amstutz erklärte, war der Saal bei den Auftritten von Carlo Brunner immer aus­gebucht. Scheinbar sei der Bekanntheitsgrad der Gupfbuebe in der Region noch etwas mager. Bei deren Auftritt waren nur rund 50 Gäste anwesend, diese aber waren vollauf begeistert.

«Ja, ich hätte den Musikanten ein etwas grösseres Publikum  gewünscht.»Daniela LiebiGastgeberin im Rothorn

«Ja, ich hätte den Musikanten ein etwas ­grösseres Publikum gewünscht. Aber ich bin sehr stolz, diese Musiker hier zu haben, und vielleicht klappts ja beim nächsten Mal etwas besser», sagte Gastgeberin Daniela Liebi.

Nächstes Konzert im ­Rothorn: 2. September mit der Full Steam Jazzband.

Thuner Tagblatt

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