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Integrationszentrum statt Kulturort

Der Verein Baranoff lädt am 6. Mai zum Abschiedsfest. Die Stadt saniert das Gebäude an der Uttigenstrasse 3 für 1,52 Millionen Franken. Das Baugesuch ist eingereicht.

Das Baranoff-Gebäude an der Uttigenstrasse 3: Die Stadt als Eigentümerin will dieses für 1,52 Millionen Franken sanieren und für sich nutzen. Wenn  alles rund läuft, beginnen diesen Sommer die Bauarbeiten, und im Sommer 2018 zieht das Kompetenzzentrum Integration Thun-Oberland ein.
Das Baranoff-Gebäude an der Uttigenstrasse 3: Die Stadt als Eigentümerin will dieses für 1,52 Millionen Franken sanieren und für sich nutzen. Wenn alles rund läuft, beginnen diesen Sommer die Bauarbeiten, und im Sommer 2018 zieht das Kompetenzzentrum Integration Thun-Oberland ein.
Franziska Streun
Das Provisorium an der Schubertstrasse 10: In diesem Pavillon eingemietet ist heute das Kompetenzzentrum Integration Thun-Oberland.
Das Provisorium an der Schubertstrasse 10: In diesem Pavillon eingemietet ist heute das Kompetenzzentrum Integration Thun-Oberland.
Patric Spahni
Deutschunterricht im KIO: Wenn das Baranoff-Gebäude saniert ist, finden diese und andere Aktivitäten an der Uttigenstrasse 3 statt.
Deutschunterricht im KIO: Wenn das Baranoff-Gebäude saniert ist, finden diese und andere Aktivitäten an der Uttigenstrasse 3 statt.
Markus Hubacher
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Wo heute hinter den Mauern oder im Garten des Baranoff-Gebäudes in Thun Barfussdiscos, Vorträge, Konzerte, Jamsessions, Theater- und Filmvorführungen und zahlreiche weitere Aktivitäten stattfinden, erinnert nur noch der Name Baranoff an die Vergangenheit. Die im Bauinventar als schützenswert eingetragene Liegenschaft an der Uttigenstrasse 3 diente der Armee in alten Zeiten als Magazingebäude.

Die Besitzerin ist längst die Stadt Thun und die Non-Profit-Organisation Baranoff – der Verein für Begegnung und Kultur seit 2007 die Mieterin.

«Die Bezeichnung Baranoff-Gebäude rührt daher», erklärt Thomas Zumthurm, Leiter Amt für Stadtliegenschaften, auf Anfrage, «weil zwischen 1925 und 1975 im Dachgeschoss eine Artillerie-Simulationsschiessanlage betrieben wurde und deren russischer Erfinder ein Ingenieur namens André Baranoff war».

Abschiedsfest am 6. Mai

Nun erfährt das Baranoff-Gebäude ein Facelifting. Die Stadt saniert ihre in die Jahre gekommene Liegenschaft bei der Regiebrücke, die neben der Einfahrt in die Uttigenstrasse über die Aare ins Schwäbis führt, und nutzt sie für eigene Zwecke. Das Baugesuch ist eingereicht.

Der Mietvertrag mit dem Verein endet per Ende Mai, weshalb dieser am 6. Mai zu einem Abschiedsfest lädt. Gemäss Medienmitteilung sollen Musikgruppen auftreten und Tanzperformances stattfinden. Weiter geplant sind DJs, eine Bar, ein Food-Markt und eine Ausstellung – «vom späten Nachmittag bis in den späten Abend».

Noch suchen der Vereinspräsident Christoph Ramser sowie die Mitglieder Joel Leu und Abraham Stalder nach Sponsoren. Gemäss Budget hat der Verein für das Fest 3300 Franken vorgesehen.

«Bis jetzt wurden uns tausend Franken zugesichert», sagt Abraham Stalder zum aktuellen Stand der Dinge. Es sei aber klar, dass die Feier über die Bühne gehen könne. «Der Verein allerdings wird sich wohl auflösen.» Einzelne Aktivitäten, wie etwa die Jamsession, würden fortgesetzt. Wo, sei allerdings noch offen.

Räume auch später vermieten

Die Stadt sieht vor, das Kompetenzzentrum Integration Thun-Oberland (KIO) vom jetzigen Standort an der Schubertstrasse 10 ins Baranoff-Gebäude umzusiedeln. «Das KIO wird die Räumlichkeiten für die eigenen Angebote nutzen, diese jedoch – wie es heute der Fall ist – für Drittnutzungen vermieten», ergänzt Thomas Zumthurm.

Die Kosten für Sanierung und baulichen Unterhalt des Baranoff-Gebäudes schätzt die Stadt auf rund 1,52 Millionen Franken. Dabei wird auch die Haustechnik erneuert und die historische Sandsteinfassade instand gesetzt. «Wenn alles rund läuft», ergänzt er, «können wir die Bauarbeiten im Sommer starten und das KIO im Sommer 2018 ein­ziehen.»

Weitere Infos: www.thun.ch/kio, www.projektenetzwerkthun.ch, www.thun.ch/bildungslandschaft, www.heks.ch/schweiz/bern/hekshome.ch, www.baranoff-thun.ch.

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