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«Judenbank» statt «Weisse Rose»

Jetzt steht fest: Die am 17. Februar wegen Krankheit der Hauptdarstellerin abgesagte «Weisse Rose» in Thun kann nicht nachgeholt werden. Dafür bietet die KGT am 4. Mai als Ersatz «Die Judenbank» an.

Szene aus «Die Judenbank».
Szene aus «Die Judenbank».
zvg/Hamburger Kammerspiele

Der 17. Februar ist in die Geschichte der Kunstgesellschaft Thun (KGT) eingegangen: Es ist nämlich kaum einmal vorgekommen, dass in den letzten 53 Jahren ein Gastspiel wegen Krankheit einer Mitwirkenden abgesagt werden musste.

Michael Stacheder, Leiter des Jungen Schauspiel Ensembles München, blieb keine andere Wahl, da die Hauptdarstellerin im Stück «Die weisse Rose» von Jutta Schubert schwer erkrankt war. Er hatte damals gehofft, die dramatische Geschichte rund um die Geschwister Scholl in der Widerstandsbewegung gegen das Naziregime im Frühling nachholen zu können. Aufgrund von Sperrterminen im Mai wird daraus nun aber nichts.

Ersatzlösung gefunden

Die KGT-Verantwortlichen haben sich sofort auf die Suche nach einer Ersatzlösung gemacht und sind mit der «Judenbank » von Reinhold Massag fündig geworden. Dieses Stück kann am Mittwoch, 4. Mai, um 19.30 Uhr im Schadausaal gezeigt werden – mit dem beliebten und mehrfach mit Preisen ausgezeichneten Schauspieler Peter Bause in einer begeisternden Solorolle.

Zeitliche Verortung und Themenhintergrund ähneln dem abgesagten Stück: Es geht um Dominikus Schmeinta, der täglich auf «seiner» Bank gegenüber dem Bahnhof von Ottersdorf sitzt. Bis die Nazis ihm mit dem Schild «Nur für Juden» das Sitzen auf eben dieser Bank verbieten. Schmeinta wendet sich in seiner Not an Adolf Hitler mit der Bitte, ihn zum Juden zu machen, damit er wieder auf seiner Bank sitzen kann…

TT/pd

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