Jugendfilmpreis für Thuner Sekundarschüler

Das Projekt «Die Rigatonis» der Abschlussklasse der Sek Buchholz erhielt an den Schweizer Jugendfilmtagen in Zürich den Publikumspreis.

<b>Die Dreharbeiten</b> zum nun prämierten Film fanden im letzten Sommer statt.

Die Dreharbeiten zum nun prämierten Film fanden im letzten Sommer statt.

(Bild: PD)

«Es war ein besonderer Moment, als unser Film genannt wurde und wir auf die Bühne gehen konnten», sagt Alain Schüpbach aus Thun, wenn er sich an die Preisverleihung an den 43. Schweizer Jugendfilmtagen kürzlich in Zürich erinnert. Er erhielt dort zusammen mit Axel Handrick und Lars Stalder den Publikumspreis für ihren Film «Die Rigatonis» zugesprochen.

Dieser erzählt die Geschichte von zwei Brüdern, die ein Detektivbüro betreiben. Eines Tages taucht eine junge Frau auf, die ihren jüngeren Bruder vermisst. Die Rigatonis nehmen den Fall an und beginnen zu ermitteln. Die Idee für den Filmtitel wurde einem Kurzfilm entliehen, in dem ein Herr mit Namen Rigatoni auftrat.

Der Filmdreh war das Abschlussprojekt der Klasse 9 a der Oberstufenschule Buchholz in Thun mit Klassenlehrerin Renate Gut. «Da die Klasse im Unterricht immer wieder Interesse an eigenen kleinen Filmproduktionen gezeigt hatte, war es naheliegend, diese Idee für ein letztes grösseres Projekt aufzunehmen», erklärt die Lehrerin im Rückblick. Die Dreharbeiten fanden im Juni 2018 statt mit Unterstützung durch ein Team von crossfade.tv.

Gabriela Bosshard und Markus Steiner haben, nach Auskunft von Renate Gut, die Klasse beim Produzieren der Detektivgeschichte begleitet und ihnen Grundkenntnisse der Filmsprache vermittelt. Auch die ganze Ausrüstung stellte die Produktionsfirma zur Verfügung. Die Produktionskosten von 1600 Franken wurden gemäss Gut aus der Klassenkasse (Fr. 600.-) und dem Präventionsfonds (Fr. 1000.-) bezahlt.

Schüler als Hauptakteure

«Es machte mir Spass, den Film zu drehen, wobei die Dreharbeiten teilweise auch mühsam waren, da wir manchmal eine Szene mehrmals drehen mussten», erzählt Lars Stalder, der die erste Hauptrolle spielte und für den Schnitt des Films verantwortlich zeichnete. Dem zweiten Hauptdarsteller Alain Schüpbach machten die Dreharbeiten «extrem viel Spass», obwohl er diese wegen der stetigen Wiederholungen auch als etwas mühsam empfand.

Für Axel Handrick, der bereits Filmerfahrung hatte und Regie führte, war es «ein guter Einstieg ins überlegtere und seriösere Filmemachen». Die Dreharbeiten hätten ihm andere Ansichten zur Kameraführung und Planung verschafft und «meinen Horizont sehr erweitert», sagt der Regisseur, der auch Sprecher im Film war und Filmen als «Passion» bezeichnet, sich nun aber zum Schreiner ausbilden lassen will.

Auch für Stalder und Schüpbach steht jetzt die Ausbildung im Vordergrund, das heisst das Gymnasium mit Schwerpunkt Biologie/Chemie und das KV mit Berufsmatur. Den drei Protagonisten komme zusammen mit der Produktionsfirma, die Preisnachlass gewährte, das Preisgeld von 1000 Franken zu, erklärt Lehrerin Renate Gut, die jetzt wieder eine 7. Sekundarschulklasse unterrichtet.

Thuner Tagblatt

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