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Jugendliche haben Schule verwüstet

Die Vandalenakte vom vergangenen Wochenende in Wattenwil sind geklärt: Verantwortlich sind zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren. Einer der beiden ist ein Schüler des betroffenen Schulhauses.

In der Bibliothek des Schulhauses Wattenwil an der Hagenstrasse haben die Chaoten in der Nacht auf Samstag (10.06.2017) Bücher  aus den Regalen geworfen und Gestelle umgekippt.
In der Bibliothek des Schulhauses Wattenwil an der Hagenstrasse haben die Chaoten in der Nacht auf Samstag (10.06.2017) Bücher aus den Regalen geworfen und Gestelle umgekippt.
zvg/Kantonspolizei Bern
WC-Anlagen und Garderoben wurden kurzerhand unter Wasser gesetzt.
WC-Anlagen und Garderoben wurden kurzerhand unter Wasser gesetzt.
zvg/Kantonspolizei Bern
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Sie waren nicht gerade zimperlich, die beiden Täter, als sie vor einer Woche das Schulhaus Wattenwil und dessen Umgebung heimsuchten. Die beiden hinterliessen eine regelrechte Spur der Verwüstung. Im Schulhaus, in das sie gewaltsam eingedrungen waren, setzten die zwei vier Fachräume mithilfe eines Feuerwehrschlauchs unter Wasser. Sie rissen des Weiteren in der Bibliothek Regale um, besprayten Wände im restlichen Teil des Gebäudes an der Hagenstrasse 2a und schlugen Fenster ein.

Im Verlaufe ihres Saubannerzugs wüteten die beiden auch bei privaten Liegenschaften und im Umfeld der Coop-Filiale an der Blumensteinstrasse, wo sie unter anderem Wassermelonen zerschlugen. Insgesamt richteten sie nach ersten Schätzungen der Polizei einen Sachschaden in der Höhe von über 100'000 Franken an.

Täter sind geständig

Wie die kantonale Jugendanwaltschaft und die Kantonspolizei nun gestern mitteilten, konnte die Polizei die Übeltäter identifizieren. Wohl auch aufgrund von Zeugenaussagen hielt sie im Verlauf der Woche zwei Knaben im Alter von 15 und 16 Jahren an. «Die Jugendlichen zeigten sich anlässlich der Einvernahme geständig, die massiven Sachbeschädigungen angerichtet zu haben», schreibt die Polizei in einem Communiqué. Die beiden würden sich deshalb nach Abschluss der Ermittlungen vor der Justiz verantworten müssen.

Wie der Wattenwiler Gemeindepräsident Peter Hänni gestern gegenüber dieser Zeitung ausführte, ist einer der Jugendlichen ein Schüler des betroffenen Schulhauses. In den nächsten ­Tagen würden die Schulleitung und Fachstellen zusammen mit dem Betroffenen und dessen Eltern zusammensitzen und offene Fragen zur weiteren Schulung klären.

Sanierung in den Ferien

Laut Peter Hänni ist die definitive Höhe des Sachschadens noch immer nicht geklärt: «Wir sind am Austrocknen der Räume», sagt Hänni, der selber beruflich als Schulinspektor tätig ist. «Der Schulbetrieb läuft aber mittlerweile wieder vollständig störungsfrei.»

Ziel sei es, die Räume während der Sommerferien zu sanieren und sie Ende der Ferien ein­zuräumen, damit sie zum Schulstart wieder genutzt werden könnten.

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