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«Keine Rücksicht auf bestehendes Quartier»

An einer Medienkonferenz erklärten Vertreter des Referendumskomitees, warum sie die Zonenplanänderung Hoffmatte in Thun ablehnen. Abgestimmt wird am 9. Februar.

mik
Welche Folgen hat die geplante Überbauung auf der Thuner Hoffmatte? Die Gegner äussern Kritik am Vorgehen der Stadt.
Welche Folgen hat die geplante Überbauung auf der Thuner Hoffmatte? Die Gegner äussern Kritik am Vorgehen der Stadt.
Christoph Gerber

Am letzten Donnerstag hatte der Thuner Gemeinderat vor den Medien seine Argumente für ein Ja am 9. Februar zur Zonenplanänderung Hoffmatte dargelegt. Am Montagnachmittag trat nun auch das Referendumskomitee vor die Medien.

Das Komitee unterstütze die Absicht, auf der Hoffmatte neuen Wohnraum und ein Pflegeheim zu realisieren. Abgelehnt werde aber die Zone mit Planungspflicht ZPP Hoffmatte in der vorliegenden Form, «weil die Überbauung negative Auswirkungen auf das Quartier und die Stadt hat».

«Akzent am falschen Ort»

«Die Abstimmung zur ZPP Hoffmatte betrifft den rechtlichen Rahmen der Überbauung und nicht das Bauprojekt», halten die Gegner in ihrer Medienmitteilung fest. Stadt und Pro-Komitee würden Zonenplanänderung und Projekt immer wieder bewusst vermischen. Die Ablehnung der Vorlage begründet das Referendumskomitee wie folgt: Die Planung nehme keine Rücksicht auf das bestehende Quartier – es entstehe ein städtebaulicher Akzent am falschen Ort.

Die Überbauung werde zu einem «unvertretbaren Mehrverkehr» führen, die Schulwegsicherheit sei gefährdet. Aus Sicht des Komitees fehlen Vorgaben betreffend Umwelt, Energie und Mobilität. Es werde kein bezahlbarer Wohnraum für durchschnittlich Verdienende geschaffen: «Lage und Art der Überbauung lassen darauf schliessen, dass sich die Preise der Wohnungen im oberen Preissegment bewegen werden.»

Und: Die später geplante Erweiterung der Überbauung Richtung Bahn am Standort des Firmengebäudes der Hoffmann Neopac AG werde verschwiegen. Diese Erweiterung sei wesentlich grösser als die jetzt zur Diskussion stehende Überbauung.

12 Enthaltungen im Stadtrat

Das Referendumskomitee weist weiter darauf hin, dass die Änderung des Zonenplans und des Baureglements im Stadtrat umstritten gewesen sei: Es habe 12 Enthaltungen bei 24 Ja-Stimmen gegeben – auch in der vorberatenden Kommission seien es 5 Enthaltungen bei 3 Ja-Stimmen gewesen. Und schliesslich schreibt das Komitee: «Thun droht durch Hochhäuser seinen Charme zu verlieren.»

(pd)

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