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Kirchenrat sorgt sich um die Finanzen

Weil immer mehr Leute der Kirche den Rücken kehren, sorgt sich die reformierte Gesamtkirche Thun um die Finanzen.

Weil immer mehr Personen der Kirche den Rücken kehren, rechnet der Finanzchef der reformierten Gesamtkirche Thun bis zum Jahr 2023 mit einem Rückgang des Ertrages von 8,5 Millionen auf 8,2 Millionen Franken.
Weil immer mehr Personen der Kirche den Rücken kehren, rechnet der Finanzchef der reformierten Gesamtkirche Thun bis zum Jahr 2023 mit einem Rückgang des Ertrages von 8,5 Millionen auf 8,2 Millionen Franken.
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«Wir müssen aufpassen auf unserer Finanzen», hielt Max Ramseier, Finanzchef und Vizepräsident des Kleinen Kirchenrats, am Montagabend fest. Dies erwähnte er, als er die Mitglieder des Grossen Kirchenrats der Reformierten Gesamtkirche Thun über das Budget für das kommende Jahr und den Finanzplan bis zum Jahr 2023 orientierte. «Jährlich kehren rund 300 bis 400 Personen der Kirche den ­Rücken», sagte er. Deshalb sei in Zukunft davon aus­zugehen, dass der Ertrag durch die Kirchensteuern abnehmen werde.

Gemäss Finanzplan rechnet der Finanzchef bis zum Jahr 2023 mit einem Rückgang des Ertrages von 8,5 Millionen auf 8,2 Millionen Franken. «Dies ist nicht berauschend und wirkt sich auf unsere finanzielle Planung aus», so Ramseier weiter. Deshalb werde zum Beispiel der Personalaufwand ab 2020 auf 4,1 Millionen Franken gewissermassen eingefroren. Dies gilt ebenso für den Sach- und Betriebsaufwand. Er wird bei 2,1 Millionen Franken im Finanzplan plafoniert. Dennoch dürfte laut Prognose das Eigenkapital von aktuell 14,5 auf 11,4 Millionen abnehmen. Insgesamt 3,215 Millionen Franken sind im Finanzplan für Investitionen eingestellt.

Lohnerhöhung für alle

Mit einem Fehlbetrag von 144'000 Franken rechnet das Budget 2019. Dies bei Gesamtaufwendungen von 9,683 Millionen Franken. «Das Budget liegt im Rahmen und ist akzeptabel», meinte Max Ramseier. Mit dem Ja zum Voranschlag gewährte der Grosse Kirchenrat den Mitarbeitenden der Kirchgemeinden eine Lohnerhöhung um je eine Gehaltsstufe.

Zudem passte der Rat die Löhne für das Jahr 2019 mit einer Erhöhung um ein Prozent der Teuerung an. Im Weiteren wurde die Entschädigung für die Mitglieder' des Kleinen Kirchenrats und der Kirchgemeinderäte für 2019 auf insgesamt 176'000 Franken festgesetzt.

Nutzungsstrategie offen

Offen bleibt derzeit wie nach den Turbulenzen rund um die sanierungsbedürftige Johanneskirche im Dürrenast. Eine Frage ist, ob und wie diese künftig für kirchliche Zwecke ­genutzt werden kann. «Eine Spurgruppe wird mit Support von aussen eine Nutzungsstrategie ausarbeiten», orientierte Peter Greuter, Mitglied des Kleinen ­Kirchenrats. Diese dürfte Ende 2019 vorliegen.

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