Zum Hauptinhalt springen

Knapp 1 Million für die Ortsplanung

Der Grosse Gemeinderat von Steffisburg hat am Freitag knapp 1 Million Franken für die Revision der Ortsplanung bewilligt. Eines der Ziele ist ein haushälterischer Umgang mit dem Boden.

950'000 Franken sprach der Grosse Gemeinderat von Steffisburg am Freitag für die Revision der Ortsplanung.
950'000 Franken sprach der Grosse Gemeinderat von Steffisburg am Freitag für die Revision der Ortsplanung.
Christoph Gerber/luftbild-drohne-thun.ch

Boden ist eine Ressource, die rar und rarer wird, damit wertvoller und umkämpfter. Diese Tatsache dürfte eine der grössten Herausforderungen für die anstehende Revision der Ortsplanung in Steffisburg sein. Unter dieser Prä­misse sprach der Grosse Gemeinderat von Steffisburg am Freitag 950'000 Franken für das Projekt. Im Vergleich mit anderen Gemeinden lägen die veranschlagten Kosten im Mittelfeld, heisst es in den Sitzungsunterlagen.

Während andernorts das Personal für die Ortsplanrevision aufgestockt wird, verzichtet Steffisburg auf diese Massnahme. «Während der intensiven Phase (2017 bis 2018) der Erarbeitung und Präsentation müssen einzelne andere Projekte respektive Aufgaben mangels Ressourcen verzögert oder aufgeschoben werden», warnt der Gemeinderat.

Fragen zu den Finanzen

Urs Stalder von der FDP/GLP-Fraktion machte sich indes mehr Sorgen um die finanziellen Aspekte der Revision. «In Anbetracht, dass die letzte Revision erst 2008 stattfand, scheint uns der Aufwand hoch», stellte er fest und wollte wissen, wie viel Geld damals ausgegeben worden sei. Gemeindepräsident Jürg Marti (SVP) erklärte, dass 2008 nur eine Teilrevision gemacht worden sei. «Seit der letzten Totalrevision wurden an den verschie­denen Planungsinstrumenten 25 Teilrevisionen gemacht», sagte er. «Es ist höchste Zeit für eine Totalrevision.»

Stalders Fraktionskollege Bruno Grossniklaus wollte wissen, warum das Raumentwicklungskonzept mit 355'000 Franken am meisten Geld verschlinge, und was sich hinter diesem neuen Begriff verstecke. «Es ist ein neues Instrument und betrachtet das gesamte Gemeindegebiet», erklärte Jürg Marti. «Themen wie Siedlung, Verkehr, Energie oder Landschaft werden gesamtheitlich betrachtet», fuhr er fort. «Das Raumplanungskonzept ist die ganz grosse Grundlagenarbeit, welche die Basis für die weiteren Arbeiten bildet.»

Lob von Mitte und links

Während Thomas Schweizer im Namen der EDU/EVP-Fraktion dem Gemeinderat zur «vorbildlichen Prozessplanung mit umfangreichen Mitwirkungsmöglichkeiten» gratulierte, sagte Franziska Friedrich Hörr von der Fraktion SP/Grüne nicht nur ihre Zustimmung zu. Sie versprach auch: «Wir werden genau hinschauen, wenn es um die Prioritätensetzung geht.» Thomas Rüfenacht von der BDP betonte, Martis Ausführungen hätten ihn und seine Fraktionskollegen in der Ansicht bestätigt, dass das Vorgehen richtig und die Kosten gerechtfertigt seien.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch