Knapp 2 Millionen für neue Werkleitungen

Hilterfingen

Nur 2 Prozent der Stimmberechtigten besuchten die Gemeindeversammlung von Hilterfingen.

Die Gemeinde Hilterfingen investiert in die Sanierung der Werkleitungen. (Symbolbild)

Die Gemeinde Hilterfingen investiert in die Sanierung der Werkleitungen. (Symbolbild)

(Bild: Tagesanzeiger/Urs Jaudas)

Gerade mal 64 Personen oder 2,08 Prozent der Stimmberechtigten nahmen am Mittwochabend in Hilterfingen an der Gemeindeversammlung teil. «Das dürfte wohl ein Minusrekord sein», meinte Gemeindepräsident Gerhard Beindorff (FDP) und fügte an: «Ihr habt jetzt eine ziemlich grosse Verantwortung bezüglich Abstimmung.» Und er hatte nicht unrecht. Galt es doch über einen Kredit von 1,94 Millionen Franken zu befinden.

Konkret ging es um die Sanierung der Werkleitungen für die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung entlang der Staatsstrasse von Hünibach bis an die Gemeindegrenze Oberhofen. Um es gleich vorwegzunehmen. Das Geschäft blieb an der Versammlung unbestritten.

Diskussionslos und ohne eine einzige Gegenstimme hiess der Souverän den Kredit gut. «Gerade der Ersatz der über 90-jährigen Wasserleitung ist zwingend nötig», erläuterte zuvor Gemeinderätin Sonja Bühler (SP). Dafür sind 1,25 Millionen Franken vorgesehen. Die Kosten für die Erneuerung der Leitungen für die Abwasserentsorgung belaufen sich auf 690'000 Franken.

In Etappen bis 2025

Geplant ist, die Arbeiten bis zum Jahr 2025 in drei Etappen und so weit wie möglich mit grabenlosen Verfahren auszuführen. Die Sanierung der Werkleitungen geschieht in Zusammenarbeit mit dem Kanton, der als Eigentümer der Staatsstrasse plant, den Belag und die Bushaltestellen auf der Strecke Chartreuse bis Oberhofen zu erneuern.

Wie Sonja Bühler weiter ausführte, sind die Investitionen im Finanzplan der Gemeinde enthalten und werden über die Spezialfinanzierungen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung vorgenommen. Bezüglich Wasserversorgung rechnet die Gemeinde mit jährlichen Folgekosten von 21'900 Franken. Diesen stehen jährlichen Einsparungen von Reparaturarbeiten von rund 50'000 Franken gegenüber.

Die Versammlungsteilnehmer erfuhren zudem, dass die Revitalisierung der Hüneggpromenade günstiger zu stehen kam als geplant. So schloss die Kreditabrechnung mit 1,88 Millionen Franken ab. Ursprünglich waren die Kosten auf 2,02 Millionen Franken budgetiert.

Überschuss von 690'200 Fr.

Positiv schliesst die Jahresrechnung 2018 ab. Bei einem Aufwand im Gesamthaushalt von 20,5 Millionen Franken resultiert ein Überschuss von 690'200 Franken.

Gemeindepräsident Gerhard Beindorff (FDP) sprach schliesslich noch die Verkehrs­situation in Thun an: «Das Einbahnregime ist für die Bevölkerung am rechten Thunersee sehr unbefriedigend.» Der Gemeinderat habe bereits am 8. Mai bei den Thuner Behörden schriftlich interveniert, die schwierige Situation grundsätzlich zu überdenken.

Gerhard Beindorff wies zudem darauf hin, dass in Oberhofen, Sigriswil und Hilterfingen eine Petition unterwegs ist, die von der Stadt Thun eine Neubeurteilung des Verkehrsregimes in den Bereichen Lauitor, Burg, Grabengut und Bernstrasse fordert. Dies, weil heute mehrere unberechenbare Staus pro Tag die Anbindung des rechten Thunerseeufers empfindlich stören würden.

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