Kronfavorit Tobler setzt sich in Oberhofen durch

Oberhofen

Also doch: Philippe Tobler (SVP) ist der neue Gemeindepräsident von Oberhofen. Lange Zeit war er der einzige Anwärter auf den Posten. Nun setzte er sich gegen seine späten Herausforderer durch.

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Es würde nicht zur jüngeren Geschichte von Oberhofen passen, wenn die Wahl ums Gemeindepräsidium ohne Dramatik abgelaufen wäre. Zuerst sah der Kronfavorit Philippe Tobler (SVP) mangels Gegenkandidatur wie der sichere Sieger aus. Dann tauchte wie aus dem Nichts der Burgerpräsident Rudolf Ritschard (parteilos) auf. Das rief die SP auf den Plan, welche Petra Maurer Stalder ins Rennen schickte.

Am Sonntag, nachdem die interimistische Gemeindepräsidentin Beatrice Frey (parteilos) die Resultate bekannt gegeben hatte – Philippe Tober erhielt 508 Stimmen, Petra Maurer Stalder 362 und Rudolf Ritschard 193 Stimmen – zogen sich Maurer und SP-Parteipräsident Daniel Haldi zurück. Rund zehn Minuten dauerte der Kriegsrat, dann liess Maurer die Katze aus dem Sack.

«Ich gratuliere Philippe Tobler. Ich werde zum zweiten Wahlgang nicht mehr antreten.» Dieser wäre nötig geworden, weil Tobler das absolute Mehr von 533 Stimmen knapp verpasst hatte – dies bei einer bemerkenswerten Wahlbeteiligung von 61,3 Prozent.

(K)ein Schoggijob

Ein sichtlich erfreuter Tobler liess es sich nicht nehmen, ein paar Worte an die Anwesenden zu richten. Sein Sohn habe ihm gesagt, dass er bei einer Wahl einen Schoggijob bekomme. «Ich bin mir sicher, dass die Schokolade auch harte Nüsse beinhaltet.» Er freue sich ob dem Vertrauen der Oberhofner, habe aber auch Respekt vor der Aufgabe. «Aber ich bin sicher, dass wir es gemeinsam schaffen, dass wieder Ruhe einkehrt.»

Ein erster Schritt scheint gemacht, denn sowohl Petra Maurer als auch Rudolf Ritschard zeigten sich als gute Verlierer. «Wir sind stolz, was wir erreicht haben», sagte Maurer. Und Ritschard sprach von «einem Achtungserfolg». Er habe seine Kandidatur jedenfalls nicht bereut. «Mir war von Anfang an klar, dass es schwer werden würde.» So sei er der Älteste im Bunde, sitze nicht im Rat und habe keine Partei im Rücken.

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