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«Lage ist noch nicht ernst»

Das defizitäre Budget kann vom grossen Eigenkapital aufgefangen werden.

Die Gemeinde Fahrni hat dank dem hohen Eigenkapital das Budget im Griff.
Die Gemeinde Fahrni hat dank dem hohen Eigenkapital das Budget im Griff.
Urs Jaudas

«Andere Gemeinden haben viel grössere Probleme», sagte Kaspar Ryser, Finanzverwalter der Gemeinde Fahrni, an der Gemeindeversammlung vom Montagabend. Das Budget sei zwar defizitär, doch ernst sei die Lage noch lange nicht.

Fahrni budgetiert für das nächste Jahr einen Aufwandüberschuss von 41740 Franken im Gesamthaushalt, bestehend aus der mit 63580 Franken negativen Prognose des allgemeinen Haushalts sowie 21840 Franken Ertragsüberschuss aus den Spezialfinanzierungen. Die Steueranlage bleibt mit 1,78 Einheiten unverändert.

Finanzverwalter Ryser bewertete diese Ausgangslage positiv: «Wir haben unsere Finanzen im Griff, uns geht es wirklich gut.» Der Optimismus gründet vor allem auf dem grossen Eigenkapital. «Wir können gelassen bleiben», betonte auch Gemeindepräsident Stephan Althaus. «Ich habe gar keine Angst um Fahrni.» Nach einigen Diskussionen bewilligten fast alle anwesenden Bürger das Budget. Ein Versammlungsteilnehmer votierte dagegen.

Auch nicht ganz einig war sich die GV in der Frage, wie es mit Fahrni weitergehen solle. Der Gemeinderat stellte dem Souverän die Grundsatzfrage, ob er im Rahmen diverser obligatorischer Anpassungen des Baureglements und des Gewässerschutzgesetzes auch die Ortplanungsrevision in Angriff nehmen solle.

«Wohin will dieses Dorf?», fragte Gemeinderatsmitglied Martin Berger. «Will man Bauland einzonen und verbauen?» Laut seinen Ausführungen könnten allenfalls bis zu 7000 Quadratmeter Bauland eingezont werden. Bei der anschliessenden Diskussion äusserten sich sowohl die wenig Begeisterten als auch begeisterte Vorantreiber des Projekts.

Die Konsultativabstimmung endete mit 63 Ja- zu 10 Nein-Stimmen bei 8 Enthaltungen. Der Gemeinderat soll erste Abklärungen treffen, um dem Souverän in einem halben Jahr weitere Infos geben zu können. «Vor uns liegt ein langer Weg», sagte Althaus.

Für eine weitere Legislatur im Gemeinderat wiedergewählt wurden Martin Berger und Petra Hebeisen. Auch die Forstkommission behält zwei ihrer Mitglieder. Sowohl Markus Hebeisen wie auch Stefan Fankhauser wurden in ihrem Amt bestätigt.

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