Lehrer verunfallte am Niederhorn

Vor 100 Jahren kam es zu einer Tragödie am Niederhorn: Ein am Progymnasium in Thun tätiger Lehrer verunfallte am Niederhorn tödlich.

Eduard Lauterburg, Lehrer am Progymnasium Thun, musste im Juli 1917 über den Grat am Niederhorn gestürzt und 400 Meter in die Tiefe gefallen sein.

Eduard Lauterburg, Lehrer am Progymnasium Thun, musste im Juli 1917 über den Grat am Niederhorn gestürzt und 400 Meter in die Tiefe gefallen sein.

(Bild: pst)

Am 11. Juli 1917 vermeldete das «Tagblatt der Stadt Thun»: «Vermisst wird Dr. Ed. Lauterburg, Lehrer am Progymnasium. Er wurde zuletzt bei seinem Haus bei der Schiffhaltestelle Beatushöhlen gesehen.»

Alle Hoffnungen, Lauterburg ­lebend zu finden, mussten kurz darauf begraben werden. Am 13. Juli berichtete die Zeitung: «Dr. Eduard Lauterburg wurde tot aufgefunden. Er muss über den Grat am Niederhorn gestürzt und 400 Meter in die Tiefe gefallen sein.»

Was vor 100 Jahren sonst noch für Schlagzeilen sorgte:

  • 2.7.1917 Der Gemeinderat gibt der Polizeikommission den Auftrag, das veraltete Kutscherreglement zu revidieren.
  • 5.7.1917 In Thun wurde der ­Verein Eidg. Arbeiter gegründet, dem bis jetzt 140 Mitglieder aus verschiedenen Bundesbetrieben angehören.
  • 7.7.1917 700 Internierte aus Frankreich kehren mit einem ­Extrazug von Thun aus in ihre Heimat zurück. Viel Volk war Zeuge der Abreise.
  • 12.7.1917 Der Prinzgemahl von Holland besuchte das Pfadilager in der Bonstetten-Besitzung im Gwatt, dazu auch die Pferde­regieanstalt.
  • 12.7.1917 Beim Abladen von ­T-Balken beim Neubau der Selve wurde der 18½-jährige Paul Kupferschmid getötet.
  • 14.7.1917 Der Gemeinderat erteilt der Technischen Kommission den Auftrag, abzuklären, wie die Einrichtung von elektrischen Hochanlagen in Privatwohnungen realisierbar ist.
  • 17.7.1917 Nur gerade 98 Stimmberechtigte (4,5 Prozent) besuchten die ausserordentliche Gemeindeversammlung, was als ­bedauernswerte Gleichgültigkeit empfunden wird.

Quelle: Stadtarchiv Thun.

mbs

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