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Lehrreiche Zeit auf Kuba

Sechs Wochen waren geplant, anderthalb Wochen länger dauerte der Einsatz am Ende: Die Maler- und Gipserarbeiten, die eine Thuner Firma in der Schweizer Botschaft auf Kuba realisierte, bargen einige Herausforderungen.

Michael Ueltschi bei der Arbeit an der Fassade.
Michael Ueltschi bei der Arbeit an der Fassade.
zvg
Die Fassade der Schweizer Botschaft.
Die Fassade der Schweizer Botschaft.
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Michael Ueltschi beim Herstellen von Stukaturen für die Fassade.
Michael Ueltschi beim Herstellen von Stukaturen für die Fassade.
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«Wir haben sehr viel gelernt.» Für Thomas Krebs, Geschäftsführer der Peter Spring AG in Thun, ist klar: Der «Ernstfall in Havanna», wie diese Zeitung Ende April in Anlehnung an den gleichnamigen Film von und mit Viktor Giacobbo titelte, hat dem Unternehmen aufgezeigt, wo es künftig besser werden kann.

Nicht nur wenn es um Sonder­einsätze in exotischen Destinationen geht, sondern auch im Alltag hier in der Schweiz. «Wir mussten sehr genau berechnen und planen, wie viel Material und Werkstoffe wir brauchen für die Sanierung der Schweizer Botschaft in Havanna», sagt Krebs. «Wir wussten: Wenn was fehlt, können wir nicht in die ­Bude fahren und es holen oder es irgendwo kaufen gehen.»

«Wir wussten: Wenn was fehlt, können wir nicht in die Bude fahren und es holen oder es irgendwo kaufen gehen.»

Thomas Krebs

Die Tatsache, dass die Arbeits- und Projektvorbereitung so gut geklappt habe, zeige: «Wir können das präziser, als wir es bisher taten», sagt Krebs und stellt die rhetorische Frage: «Warum machen wir es denn nicht auch hier so?»

Positive Bilanz

Im Sommer wurde die Schweizer Botschaft in Havanna für 1,8 Millionen Franken komplett saniert und umgebaut. Dabei waren verschiedene Schweizer Firmen – davon die Mehrheit aus dem Kanton Bern – mit den Arbeiten betraut. Hatten die Planer in der ­Peter Spring AG anfangs noch Befürchtungen gehegt, der Einsatz in Havanna könnte für das vierköpfige Team vor Ort zum Himmelfahrtskommando werden, findet Krebs im Nachgang nur lobende Worte: «Wir konnten im Grossen und Ganzen so arbeiten wie geplant – und wo wir von den Plänen abweichen mussten, bewegte sich das im Rahmen.»

Einzig bei der Logistik habe es anfangs etwas geholpert: «Unsere Leute konnten nicht sofort auf das vorab geschickte Material zugreifen.» Am Ende hätten aber die Hauptarbeiten von Mitte Mai bis Ende Juni plangemäss aus­geführt werden können. «Und dass im Oktober nochmals zwei Leute für den Finish rüberfliegen mussten, hatten wir bereits im Vorfeld angedacht.» Auch in der Schweiz sei es «normal», dass der Maler vor Abschluss eines Baus nochmals für letzte Arbeiten auf die Baustelle müsse. «Für die Reise nach Kuba war einfach der ­Planungsaufwand einmal mehr grösser», sagt Krebs.

Herausforderung Hitze

Während die Farbe bisweilen etwas länger gebraucht habe zum Trocknen oder gewisse Werkstoffe in den Tropen etwas rascher verarbeitet werden mussten, habe sich die Arbeit nicht viel von heimischen Landen unterschieden, so Krebs. «Bis auf die feuchte Hitze: Ich habe mir sagen lassen, dass literweise Wasser getrunken worden sei – und auf den Fotos, die das Team heim­gebracht hat, ist da und dort auch zu sehen, dass die Köpfe etwas rot sind.»

Doch diese Fotos zeigen auch Momente in der Freizeit: «Naturgemäss haben die Handwerker der verschiedenen Firmen sich nicht nur auf dem Bau gegen­seitig geholfen, so gut es geht, sondern auch in der Freizeit viel zusammen unternommen», sagt Thomas Krebs. «So wurde dieser Kuba-Einsatz für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Er­lebnis.» www.peterspring.ch

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