Massiv weniger Steuereinnahmen

Pohlern

Bei den Einkommenssteuern musste Pohlern einen massiven Einbruch hinnehmen. Der Gesamthaushalt schliesst mit einem Defizit von gut 24'000 Franken ab.

Die amtliche Vermessung von Pohlern hat begonnen. Auf dem Bild der Ortsteil Hof mit dem Schulhaus (weisses Gebäude links).

Die amtliche Vermessung von Pohlern hat begonnen. Auf dem Bild der Ortsteil Hof mit dem Schulhaus (weisses Gebäude links).

(Bild: Christian Ibach)

Der Gemeindepräsident von Pohlern, Stefan Maurer, freute sich, 10,5 Prozent der Stimmberechtigten am Freitag an der Gemeindeversammlung begrüssen zu können. Als weniger erfreulich erwies sich der von der Finanzverwalterin Katharina Reber präsentierte Rechnungsabschluss 2017, in dem alle Bereiche defizitär abschliessen. Der Gesamthaushalt weist bei einem ­Ertrag von 1,111 Millionen Franken und einem Aufwand von 1,135 Millionen Franken ein Defizit von 24'467 Franken aus.

Gibt es bald eine Steuererhöhung?

«Bedenklich ist der massive Einbruch bei den Einkommenssteuern 2017», erklärte die Finanzverwalterin. Der Ertrag liegt um fast 80'000 Franken tiefer als budgetiert und um fast 88'000 Franken schlechter als im Abschluss 2016. Entgegen den Annahmen konnten aber fast 38'000 Franken an Quellensteuern verbucht werden. «Die Differenz zum Ertrag 2016 ist aber immer noch massiv. Deshalb muss die Situation genau analysiert und allenfalls sogar eine Steuererhöhung ins Auge gefasst werden», erklärte Katarina Reber. Der allgemeine Haushalt schliesst mit einem Defizit von 9588 Franken ab.

Dieser Betrag wurde mit einer Entnahme aus dem Eigenkapital ausgeglichen. Dieses betrug per Ende 2017 fast 484'000 Franken. Die Rechnung 2017 wurde von den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern einstimmig genehmigt.

Amtliche Vermessung gestartet

Wie Präsident Stefan Maurer ­er-klärte, ist die amtliche Vermessung Los 4, welches die Gebiete Hof, Obermatt und Bachtele bis zur Grenze zu Blumenstein umfasst, gestartet. Im Rahmen der Vermessung wird das Fixpunktnetz überprüft und beschädigte oder fehlende Fixpunkte ­revidiert oder erneuert. Zudem werden die Gebäude neu vermessen und die Lage der Gebäudeeingänge neu erhoben. «Bei Fragen sollen sich die Grundeigentümer direkt an das Vermessungsbüro Dütschler + Partner wenden», erklärte der Präsident.

Betreffend Fusionsabklärungen der Gemeinden Forst-Längenbühl, Pohlern und Wattenwil wird gegenwärtig der Grundlagenbericht erstellt. «Sobald er vorhanden ist, werden wir umfassend informieren», sagte der Gemeindepräsident.

Thuner Tagblatt

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt