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Mieter frieren nicht mehr

Die Mieter am Scherzligweg 4, 6 und 8 haben wieder warm. Die Grundwasserheizung, welche eine Woche lang ausgestiegen war, konnte am Montag wieder in Betrieb genommen werden.

Barbara Schluchter-Donski

Die Zeit des Frierens ist vorbei: «Ich habe wunderbare 21 Grad in meiner Wohnung», schwärmt Maja Corthésy, eine der Mieterinnen der Liegenschaft am Thuner Scherzligweg. Eine Woche lang hatten sie und 39 andere Mieter unter frostigen Bedingungen gelebt. So sei das Thermometer zeitweise auf die 15-Grad-Marke gesunken, erzählten sie.

Niederschlägen sei Dank

Die von der Verwaltung herbeigerufenen Spezialisten konnten das Problem nach längeren Abklärungen schliesslich eruieren: Die Grundwasserheizung war wegen der ausgesprochen trockenen Witterung ausgestiegen. Der ungenügende Wasserzufluss hatte dazu geführt, dass die Pumpen überhitzten und den Geist aufgaben.

«Mittlerweile ist es uns gelungen, diese rund 70 Zentimeter tiefer zu setzen», erklärte Alfred Stauffer von der Casa Bewirtschaftungs AG, der Verwalterin der Liegenschaft. Ausschlaggebend dafür, dass die Heizung am Montagnachmittag wieder in Betrieb genommen werden konnte, seien aber vor allem die jüngsten Niederschläge gewesen:

«Nur dank dem höheren Grundwasserspiegel funktioniert die Heizung derzeit wieder», relativierte Alfred Stauffer. «Der Scherzligweg liegt eben am Rand der Grundwasserentnahme. In anderen ­Gebieten Thuns lag und liegt der Pegel höher.»

Alfred Stauffer ist sich bewusst, dass das Problem noch nicht aus der Welt ist: «Wir müssen nun mit den Ingenieuren eine Lösung finden, die dauerhaft ist. Und in einem weiteren Schritt die Schuldfrage klären.»

Nächster Zins auf Sperrkonto?

Der zurückgewonnenen Wärme nicht ganz trauen wollen derzeit die Mieter: «Ich habe den Elek­troofen noch in der Wohnung», sagt etwa Maja Corthésy. Und ergänzt: «Wir warten nun ab, welche Mietzinsreduktion uns die Verwaltung vorschlägt. Je nachdem behalten wir uns vor, den nächsten Mietzins auf ein Sperrkonto einzuzahlen.»

Etwas Positives vermag sie dem Ganzen aber dennoch abzugewinnen: «Mich haben sehr viele Leute auf den Artikel in dieser Zeitung angesprochen», erzählt sie. «Und in der Metzgerei haben sie mich gefragt, ob ich mich aufwärmen komme ...»

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