«Modeln ist meine grösste Leidenschaft»

Vanessa Gosteli aus Steffisburg war Finalistin der ersten Staffel von «Switzerland’s Next Top Model» (SNTM). Knapp zwei Monate danach lässt sie Erlebnisse und Eindrücke nochmals Revue passieren und erzählt, was sich in ihrem Leben verändert hat.

Vanessa Gosteli zieht in Venedig die Blicke der Passanten auf der Brücke auf sich. Foto: PD

Wie blickst du zurück auf das vergangene halbe Jahr?
Das letzte halbe Jahr war für mich eine riesige Herausforderung, aber auch eine grosse Chance, grossartige Erfahrungen zu sammeln, die ich in meinem Leben nie mehr vergessen werde. Die Zeit bei SNTM erwies sich als sehr aufregend, stressig, aber gleichzeitig als eine schöne Zeit, bei welcher ich viele tolle Menschen kennen lernen durfte. Ein Abenteuer, das mir erlaubt, neue Wege einschlagen zu können. Interessant war vor allen, Einblicke in das Showbusiness zu erhalten. Es ist spannend, zu sehen, wie solche Sendungen produziert werden, welcher Aufwand dahintersteckt und vor allem, wie diese Shows finanziert werden.

Worauf musstest du während der Dreharbeiten am meisten verzichten? Was war besonders schwierig?
Besonders vermisst während der Dreharbeiten habe ich meine Familie und Freunde. Während der ganzen Dreharbeiten mussten wir zudem komplett auf das Handy und Social Media verzichten. Wir standen täglich fast rund um die Uhr unter Beobachtung und hatten kaum Privatsphäre, geschweige denn Zeit für sich selbst, was mich besonders belastete. Gern wäre ich mal zwei bis drei Tage nur rumgelegen und hätte mir Zeit für mich selbst genommen.

Was ist dir vom Finalabend besonders geblieben?
Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich das erste Mal die riesengrosse Bühne betrat. Es war, als wäre ich in einer anderen, fremden Welt. So etwas habe ich noch nie gefühlt und erlebt! Trotzdem fühlte ich mich auf der Bühne irgendwie ein wenig wie zu Hause. Zu wissen, dass Hunderte Leute im Saal und Tausende am Fernseher die Show live verfolgen, liess meine Knie zittern. Natürlich war ich sehr angespannt und nervös, aber ich freute mich sehr auf die Show. Dieser Abend war zweifellos einer der besten und unvergesslichsten in meinem noch jungen Leben.

Hast du noch Kontakt mit Teilnehmern, Coaches oder Personen aus der Drehzeit?
Ja, noch heute stehe ich mit einigen meiner Konkurrenten eng in Kontakt. Vor allem mit Saviour. (Anm. d. Red.: Saviour ist der Gewinner der ersten Staffel von «Switzerland’s Next Top Model» 2018). Ab und zu treffen wir uns, telefonieren zusammen oder facetimen. Wir haben uns in der Zeit der Dreharbeiten gegenseitig extrem ins Herz geschlossen und schätzen uns noch heute. Mit diversen anderen Mitbewerbern schreibe ich teilweise, und wir tauschen uns auch aus. Von den Coaches stehe ich nur noch in Verbindung mit Manuela Frey. Ich finde sie toll, und sie war und ist rund um die Uhr für mich da, wenn ich sie brauche.

Manuela Frey war die Jurorin und Mentorin der ersten Staffel und hatte jede Entscheidung in ihren Händen. Ryan Koller vom Pfeffer-Team konnte sich nach dem Final kurz mit ihr unterhalten. Sie sagte, dass Vanessa Gosteli den Titel ebenfalls verdient hätte. «Sie ist ein sehr hübsches und natürliches Mädchen und kann es noch weit bringen. Ich hätte ihr den Titel natürlich auch herzlichst gegönnt.» Auf die Frage, ob es nächstes Jahr eine weitere Staffel von «Switzerland’s Next Top Model» gibt, antwortete sie: «Die Verhandlungen mit dem Sender Pro7 stehen gut, deshalb mit grösster Wahrscheinlichkeit, ja.»

«Wir standen täglich fast rund um die Uhr unter Beobachtung und hatten kaum Privatsphäre.»Vanessa Gosteli, Teilnehmerin bei «Switzerland’s Next Topmodel»

Wie sieht es aktuell aus bezüglich deiner Karriere?
Momentan arbeite ich wieder im Detailhandel, mache nebenbei diverse Shootings oder habe kleinere Aufträge, welchen ich nachkommen darf. Damit kann ich natürlich nicht alle meine Brötchen verdienen, aber ich bleibe dran, und ich sage immer: Bei mir passiert alles immer aus einem Grund in einem passenden Moment.

Hast du Pläne für deine Zukunft? Wie sehen diese aus?
Ich habe Tausende Pläne in meinem Kopf, die ich unbedingt umsetzen möchte und an die ich fest glaube. Ich hatte schon immer Ziele für mein Leben, und die haben sich bis heute nicht geändert – im Gegenteil. Es sind noch viele dazugekommen. Gewisse haben sich bereits erfüllt, wie beispielsweise im Modelbusiness tätig zu sein. Ich bin für alles dankbar, was ich bereits erreicht habe, und empfange alles Unbekannte und Neue mit offenen Armen.

Was kannst du aus der Zeit bei SNTM für dein Privatleben mitnehmen?
Natürlich jede Menge Erfahrungen und Eindrücke von den Dreharbeiten und Shows. Ich durfte viel Neues dazulernen und bin froh, diesen grossen Schritt gemacht zu haben. Zudem ist die Privatsphäre etwas sehr Wichtiges, und ich bin der Meinung, dass jeder die Möglichkeit haben muss, diese selbst zu kontrollieren. Das Privatleben möchte ich für mich weitgehend privat haben, und deshalb finde ich, jeder Mensch hat das Recht, seine eigene kleine Welt zu schützen.

Vanessa Gosteli spricht in einem Prosieben-Interview über Dates, aufdringliche Typen und ihre persönlichen Erfahrungen. Video: Youtube/Switzerland's next Topmodel

Wie sieht dein aktuelles Privatleben aus? Hat sich etwas verändert zu früher?
Ehrlich gesagt, bin ich momentan sehr glücklich und zufrieden mit meinem Leben. Ich bin gesund, was mir am wichtigsten ist. Das Jahr 2019 kann meiner Meinung nach kommen. Ich bin für alles bereit und kann es kaum erwarten, welche Abenteuer und Überraschungen demnächst auf mich warten. Das Modeln ist meine grösste Leidenschaft, und ich hoffe, dass ich dieser noch möglichst lange nachgehen kann.

Wie sieht dein kurzes, persönliches Fazit aus?
Ich bin froh, dass das Jahr 2018 so verlaufen ist, wie es verlaufen ist. Mein Motto ist: Nimm das Leben so, wie es kommt, und sei immer du selbst!

Zum Autor: Ryan Koller (20) absolviert nach dem Gymnasium eine Way-up-KV-Lehre.

Thuner Tagblatt

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