Nassschneelawine löst sich am Niesen

Am Niesen ging am Sonntag eine grosse Lawine nieder. Sie schlug eine lange Schneise in die Bergflanke.

<b>Dunkle Furche entlang der Niesenflanke:</b> Am Sonntagabend lösten sich nasse Schneemassen und stürzten in den Lauigraben.

Dunkle Furche entlang der Niesenflanke: Am Sonntagabend lösten sich nasse Schneemassen und stürzten in den Lauigraben.

Am Sonntagabend stürzten am Niesen gewaltige Schneemassen talwärts. Eine Nassschneelawine. «Dabei riss sie alles bis auf die Grasnarbe mit», wie Leser Christian Ibach berichtet. Über Schäden sei nichts bekannt, schreibt Ibach in einer E-Mail.

Schäden verzeichnet auch die Niesenbahn keine, was nicht sonderlich überrascht: Die Standseilbahn liegt praktisch auf der anderen Seite des Berges. Die Schwellenkorporation Wimmis hingegen war schon näher dran. Dort heisst es: Man habe von der Nassschneelawine Kenntnis genommen, diese sei in den grossen Lauigraben gestürzt und weiter bis zum Geschiebesammler vorgedrungen. Gefahr hätte keine bestanden, die Schwellenkorporation geht je nach Wetter in den nächsten Tagen von weiteren Nasschneelawinen am Niesen aus.

Wie das Schnee- und Lawinenforschungsinstitut mitteilt, können Nassschneelawinen als Schneebrett oder als Lockerschneelawine anbrechen. Sie würden häufig spontan losreissen und lösten sich vor allem bei Regen oder nach bei hohen Tagestemperaturen. Sie entstünden vor allem im Frühling. Hauptauslöser von Nassschneelawinen ist flüssiges Wasser in der Schneedecke – es schwächt die Bindungen zwischen den verschiedenen Schneeschichten markant und führt so zu Abgängen wie jenem vom Sonntag.

fl

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