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Nervenkitzel für die Kleinen

Zum 42. Mal fand am Wochenende das Seifen­kistenderby in Schwendibach statt. Unter den Fahrerinnen und Fahrern befand sich auch die elfjährige Alissa Tschanz, die schon seit drei Jahren an Seifenkistenrennen mitfährt.

Die elfjährige Alissa Tschanz fährt am Seifenkistenrennen los und meistert die Strecke souverän.

Die Strecke zwischen dem Schulhaus Schwendibach und der Stiftung El Rafa gilt als eine der steilsten im Seifenkisten-Rennkalender. Doch das hohe Tempo und die engen Schikanen schreckten auch am vergangenen Wochenende die jungen Seifenkistenfahrerinnen und -fahrer nicht ab. Schon während des langen und ziemlich ­anstrengenden Fussmarschs vom Ziel hoch zum Fahrerlager ist die Anspannung zu spüren.

Eine Stunde vor dem ersten Lauf besichtigen die Beteiligten die Strecke, es werden letzte Vorbereitungen getroffen oder die Nervosität mit ein paar Sprüngen auf dem Trampolin abgebaut. Auch die elfjährige Schwendi­bacherin Alissa Tschanz befand sich unter den herumwuselnden Fahrerinnen und Fahrern.

«ch hatte grosse Angst»

Seit sie neun Jahre alt ist, fährt Alissa am Schwendibacher Seifenkistenderby mit: «Mein Vater hat schon immer beim Seifenkistenrennen geholfen und ist jetzt auch der Starter und gibt das Startsignal. Er hat mich dann dazu über­redet, dass ich hier auch mitfahre», sagt sie noch vor ihrem Start. Die erste Fahrt sei aber noch etwas schwierig gewesen. «Ich hatte grosse Angst davor, dass etwas passieren könnte. Weil mein Vater der Starter ist, wollte ich mein erstes Rennen eigentlich an einem anderen Ort fahren, damit er etwas mehr Zeit für die Vorbereitung hätte.» Trotzdem fuhr Alissa Tschanz, die in ihrer Freizeit Ballett tanzt, ihr erstes Rennen zuhause in Schwendibach.

«Ich war noch nicht besonders gut, aber es hat sehr viel Spass gemacht!»

Alissa TschanzSeifenkistenfahrerin

«Ich war noch nicht besonders gut, aber es hat mir viel Spass bereitet!» Bereits zwei Jahre nach ihrem ersten Seifenkistenrennen macht Alissa Tschanz an mehreren Rennen pro Jahr mit. «Letztes Jahr bin ich an drei Rennen gestartet, in diesem Jahr sind es schon zwölf!», schwärmt sie.

Knifflige Punkte spüren

Obwohl es bei den Rennen hauptsächlich um den Spass geht, gebe es trotzdem hin und wieder kleinere Unfälle. «Am vorletzten Wochenende war ich an einem Seifenkistenrennen, und in einem der Läufe hat sich meine Kiste dreimal gedreht! Ich bin dabei auch in ein paar Strohballen gefahren, und das gibt Strafsekunden», sagt Alissa. Um solche Unfälle zu verhindern und damit auch wertvolle Sekunden zu retten, laufen die Seifenkistenfahrerinnen und -fahrer vor dem Rennen die Strecke ab und schauen sich die Hindernisse genau an.

Auch für Alissa gehört das Ablaufen der gesamten Strecke fest dazu: «Es gibt immer wieder knifflige Stellen. Deshalb ist es wichtig, sich die Strecke vor dem Rennen einzuprägen. Weil wir mit 25 bis 50 Kilometern pro Stunde fahren, müssen wir ein Gespür für die Hindernisse entwickeln.»

Am 42. Seifenkistenderby in Schwendibach kam ihr dieses Gespür entgegen. Sie schaffte es am ersten Renntag auf den dritten Platz der regionalen Fahrenden, am Sonntag fuhr sie auf den sechsten Platz. «Sie ist gleich gefahren wie am Tag zuvor und konnte sich gegenüber Samstag nicht steigern, anderen ist das besser gelungen», sagt ihr Vater Stefan Tschanz nach der Rangverkündigung. 2018 möchte Alissa wieder mitfahren. Ihr Ziel ist es, erneut einen Podestplatz zu erreichen.

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