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Neue Ortsplanung ist lanciert

Wie wird sich Steffisburg in Zukunft entwickeln? Dieser Frage hat sich die Exekutive angenommen und mit einer Informationsveranstaltung den Startschuss zur Revision der Ortsplanung gegeben.

950'000 Franken sprach der Grosse Gemeinderat von Steffisburg für die Revision der Ortsplanung.
950'000 Franken sprach der Grosse Gemeinderat von Steffisburg für die Revision der Ortsplanung.
Christoph Gerber/luftbild-drohne-thun.ch

Es sind noch nicht ganz zehn Jahre her, seit sich die Gemeinde Steffisburg letztmals mit der Ortsplanung auseinander gesetzt hat. «Es ist Zeit, das Thema neu anzugehen», sagte Gemeindepräsident Jürg Marti (SVP) am Dienstagabend. In die Aula Schönau eingeladen hatten die Behörden die Bevölkerung, um den Prozess zur Revision der Ortsplanung in Gang zu geben. Das Interesse war indes nicht allzugross. Zahlreiche Sitzgelegenheiten blieben ungenutzt.

«Ein steter Dialog mit den Bürgern ist uns jetzt wichtig», hielt Jürg Marti zu Beginn weiter fest und er kam auch gleich zur Sache: «In einer ersten Phase der Ortsplanungsrevision gilt es, ein Raumentwicklungskonzept zu erarbeiten.» Ziel sei es dabei die Stärken und Schwächen wie auch die Gefahren und Chancen der Gemeinde aufzuzeigen.

Umfrage gestartet

Damit sich die Verantwortlichen ein umfassendes Bild machen können, hat der Gemeinderat im Dorf eine Umfrage gestartet. Der Bevölkerung werden dort zum Beispiel Fragen zu Wohn- und Siedlungsgebieten wie auch zur Landschaft oder der Mobilität gestellt. Der Fragebogen kann auf der Internetseite der Gemeinde anonym bis am 10. März ausgefüllt werden.

Viele Fragen offen

Wie Jürg Marti weiter ausführte, seien vorab der haushälterische Umgang mit dem Boden, eine geordnete Besiedelung sowie der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen Gegenstand der Ortsplanungsrevision. Weiter seien auch das Mobilitätsverhalten, die Demographie oder die Versorgungssicherheit grosse Themen. «Es stehen viele Fragen offen die uns bewegen werden», betonte der Gemeindepräsident. Und er nannte als Bespiele die Fragen nach künftigen Baumöglichkeiten oder ganz simpel wieviel Grün es um ein Haus künftig haben soll. Die angepeilte Revision soll weiter ebenso Antworten in Sachen Landwirtschaft, Wald oder Gewässer geben.

Support von Studierenden

Dabei will die Gemeinde mit Studierenden der Berner Fachhochschulen zusammenarbeiten um Ideen zu entwickeln. «Die Studierenden werden sich zum Beispiel Gedanken machen wie der Siedlungsraum für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre gestaltet werden kann», erläuterte Marti.

Martis Informationen lösten an der Veranstaltung Bedenken aus. «In unserem Gemeindehaus wird zu viel geplant», hielt ein Votant fest. Und ein weiterer Redner aus dem Publikum meinte, dass es für die Frage, wie stark die Gemeinde künftig wachsen soll, keine Planer braucht. «Das entscheiden wir selber», betonte er.

Das Volk hat das letzte Wort

Jürg Marti gab ihm bezüglich des letztendlichen Entscheids recht: «Am Schluss wird die Bevölkerung an der Urne darüber befinden.» Bis es soweit ist, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Nach der Auswertung der Umfrage will der Gemeinderat mit Workshops, Fachausschüssen und der Mitwirkung den Dialog mit der Bevölkerung pflegen. «Ziel ist es, im Jahr 2020 eine neue Grundordnung zu haben», erläuterte der Gemeindepräsident.

Der Umfragebogen zur Ortsplanungsrevision kann unter www.steffisburg.ch/news ausgefüllt werden.

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