Neuer Unverpackt-Laden nimmt Gestalt an

Spiez

Der Laden mit unverpackten Lebensmitteln in Spiez wird konkret. Ort und Datum der Eröffnung stehen schon fest.

Ein Team, das sich gut versteht (v.l.): Gaby Wehrli, Vivera-Inhaberin, und das Unverpacktteam Susanne Allemann, Monika Lanz und Manuela Bhend. Foto: Guido Lauper

Ein Team, das sich gut versteht (v.l.): Gaby Wehrli, Vivera-Inhaberin, und das Unverpacktteam Susanne Allemann, Monika Lanz und Manuela Bhend. Foto: Guido Lauper

«Das darf doch nicht das Ende einer guten Idee sein», sagte Monika Lanz zu ihrer Kollegin Manuela Bhend, als der Dorfladen am Kronenplatz Konkurs anmelden musste. Zusammen mit Susanne Allemann heckten sie ein Projekt aus, das auf unverpackten Lebensmitteln, Putzmitteln und Kosmetika basieren und mindestens das erste Jahr von Freiwilligen betrieben werden soll.

«Wir sind zuversichtlich, Unverpackt Spiez noch vor Weihnachten eröffnen zu können.» Monika Lanz, Gründungsmitglied

Dass es für sie unrealistisch ist, einen Mietzins von 2000 Franken wie am Kronenplatz zu entrichten, wurde dem Trio sofort klar. «Nach der Abklärung verschiedener Möglichkeiten wurden wir bei Gaby Wehrli fündig, die bereit war, uns in ihrem Vivera-Atelier an der Oberlandstrasse 21 die nötigen 20 Quadratmeter abzutreten», freut sich Monika Lanz, die mit dem Sponsoring der Möbel gleich selbst einen Beitrag ans Gelingen leistet. «Gastgeberin» Gaby Wehrli freut sich auf das neue Angebot in ihrem Atelier und folgert: «Veränderung ist das Einzige, das Bestand hat.»

Kapital per Crowdfunding

Um das berechnete Startkapital von 7'000 Franken zusammenzubringen, beginnen die Initiantinnen am 1. September mit einem Crowdfunding über eine Finanzierungsplattform. Anbieten wollen die Frauen ein ausgesuchtes Sortiment an unverpackten Lebensmitteln, Putzmitteln und Naturkosmetikartikeln. Damit wollen sie ein Zeichen setzen für nachhaltigen Konsum und verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen. Dazu wählen sie wo immer möglich biologisch angebaute und saisonale Landwirtschaftsprodukte mit minimalen Transportwegen ohne Rückstände in Nahrungsmitteln und Grundwasser.

Dass sie weder belehrend noch ausschliessend handeln wollen, umschreiben sie mit: «Wir bleiben dynamisch für die Weiterentwicklung und laufende Überprüfung wie auch für die Anpassung unseres Angebots.» Abschliessend gesteht Monika Lanz: «Es steht uns eine intensive Phase bevor. Doch sind wir zuversichtlich, Unverpackt Spiez noch vor Weihnachten eröffnen zu können.»

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