Zum Hauptinhalt springen

«O du fröhliche» aus 500 Kehlen

Die Thuner Kantorei unter der Leitung von Simon Jenny lud zu einem Mitsing- und Mitspielkonzert ein. 42 Musizierende umrahmten den Gesang des rund 500-stimmigen Chors aus Kantoreimitgliedern und Gästen.

Dirigent Simon Jenny (vorne) brachte mit Sängern und Instrumentalisten die Stadtkirche zum Klingen.
Dirigent Simon Jenny (vorne) brachte mit Sängern und Instrumentalisten die Stadtkirche zum Klingen.
Verena Holzer

Zum Auftakt des Jubiläumsjahres zum 50-jährigen Bestehen lud die Thuner Kantorei erstmals Sing- und Spielbegeisterte zu einem offenen Weihnachtskonzert in der Stadtkirche ein.

Gerade eine Stunde hatten die 42 Ins­trumentalistinnen und Instrumentalisten Zeit, gemeinsam die Werke zu proben, derweil sich etwa 40 geübte Sängerinnen und Sänger unter die rund 50 Kantoreimitglieder mischten, um Werke von Bach und Händel einzuüben.

Markus Aellig an der Orgel eröffnete das aussergewöhnliche Konzert mit Händels «Halleluja». Die geübten Sängerinnen und Sänger intonierten aus Bachs Weihnachtsoratorium «Jauchzet und frohlocket» sowie «Ich steh an deiner Krippe hier», zudem Melodien aus Händels Messias.

Schon hier, aber erst recht bei den bekannten Weihnachtsliedern animierte Simon Jenny das Publikum zum Mitsingen. Er selber ging mit gutem Beispiel voran und sang sichtlich mit Inbrunst und Freude mit. «Ihr könnt gerne einmal eine ­höhere oder auch eine tiefere Stimme singen, und wenn es mit den Worten nicht so klappt, so singt einfach ‹Nana, nana›, das ist auch recht.»

Kirche zum Klingen gebracht

Auch wenn nicht jeder der gut 400 Gäste zu singen begann, der voluminöse Chor hallte feierlich durch die Kirche und wärmte Herz und Seele. Jenny hat damit mit Sicherheit vielen eine grosse Freude gemacht – jenen, die daheim niemanden haben, der mit ihnen singt, oder jenen, die Hemmungen haben und nicht singen, aus Angst, dass es falsch tönt.

Im Ad-hoc-Orchester wirkten erstaunlich viele Kinder mit. Innig lauschte das Publikum den Soli der zwölfjährigen Milena Wüthrich (Blockflöte) und der zehnjährigen Elena Jungo (Geige) bei «Stille Nacht, heilige Nacht», subtil von Markus Aellig begleitet. Das abschliessende «Feliz navidad» wurde etliche Male durchgesungen – als wollten die Beteiligten die emotionale Stimmung möglichst lange bestehen lassen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch