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Plan B wird zu Plan A

Bis vor kurzem standen noch drei Varianten für die Steffisburger Sportanlagenplanung zur Diskussion. Nun setzt der Gemeinderat auf jene mit dem geringsten Flächenbedarf.

Das Rasenspielfeld in der Schönau in Steffisburg. Für dieses Gebiet liegt ab Freitag eine Zonenplanänderung öffentlich auf.
Das Rasenspielfeld in der Schönau in Steffisburg. Für dieses Gebiet liegt ab Freitag eine Zonenplanänderung öffentlich auf.
Gabriel Berger

Zuletzt drohte die Steffisburger Sportanlagenplanung sehr unübersichtlich zu werden. Gegen die ursprüngliche Idee, in der Schönau ein Kunstrasen-, ein ­zusätzliches Naturrasenspielfeld und eine multifunktionale Dreifachhalle zu realisieren, wehrte sich ein betroffener Grundeigentümer.

Er gab klar zu verstehen, dass er kein Land zur Verfügung stellen wird. Der Gemeinderat erarbeitete daraufhin einen abgespeckten Plan B mit nur einem Normspielfeld für die Fussballer, einer Leichtathletikanlage und der Halle.

Im vergangenen Januar präsentierte die neu formierte IG Pro Eichfeld – namentlich mit Vertretern aus dem Umfeld des FC Steffisburg – schliesslich eine Variante C. Die IG weibelte für eine Verlagerung des Normfelds und der Leichtathletikanlage aufs Eichfeld.

Für Variante C müssten 19 000 Quadratmeter Land neu eingezont werden, für Plan B «nur» 8000. Trotz Vorbehalten der Mehrheit der Steffisburger ­Ortsparteien gab der Gemeinderat an der Parlamentssitzung im Januar bekannt, dass er auch ­Variante C dem Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) zur Vorprüfung schicken werde. Eine Verzögerung der geplanten Zonenplanänderung schien unvermeidlich.

Kanton stellt Bedingungen

Unter diesen Umständen eher überraschend vermeldete der Steffisburger Gemeinderat am Donnerstag, dass er die Änderung der baurechtlichen Grundordnung in der Schönau in die öffentliche Planauflage schickt – und zwar ab sofort bis zum 2. Juni. Was ist passiert?

«Eine Woche nach der GGR-Sitzung sassen wir mit ­Vertretern der Grundeigentümer, der Anwohner und der IG Pro Eichfeld nochmals an einen Tisch und machten eine Auslegeordnung», erklärt Gemeindepräsident Jürg Marti (SVP).

Dabei kam man überein, dass der «breit abgestützte» Plan B den Vorteil habe, dass es am schnellsten ­vorwärtsgehe. Kein unwichtiger Punkt, warten doch etliche Vereine und die Schulen seit langem auf mehr Platz für Trainings- und Spielflächen und Flächen für den Sportunterricht.

So ist es nun auch dieser Plan B, der in die öffentliche Auflage geht und zu dem seit kurzem der Vorprüfungsbericht des AGR vorliegt. Das kantonale Amt stellt darin diverse Bedingungen auf, die die Gemeinde bei der Zonenplanänderung wird berücksichtigen müssen.

So muss die erwähnte landwirtschaftliche Fruchtfolgefläche von 8000 Quadratmetern vollumfänglich ersetzt werden. «Der Kanton ist in diesem Punkt sehr strikt», betont Marti. Weiter fordere der Kanton in der angestrebten Zone für öffentliche Nutzung (ZÖN) eine «flächensparende, dichte» Überbauung. Der Plan B biete diesbezüglich nur schon deshalb den entscheidenden Vorteil, dass die Erschliessung weitgehend vorhanden sei.

Es stellt sich die Frage, ob die ursprüngliche Variante mit zwei Spielfeldern in der Schönau sowie jene der IG Pro Eichfeld damit ­definitiv erledigt sind. Zu beiden liegt ja noch je eine Voranfrage beim AGR.

«Die erste Variante ist für uns bis auf weiteres erledigt.»

Jürg MartiGemeindepräsident Steffisburg

«Die erste Variante ist für uns bis auf weiteres erledigt. Dies haben wir auch den betroffenen Grundeigentümern so mitgeteilt», sagt der Gemeindepräsident. Zur Variante C (Eichfeld) läuft die Voranfrage – und somit parallel zur jetzigen Auflage für Plan B – weiter.

Marti rechnet bereits in den nächsten Tagen mit einer Antwort des Kantons. «Sollte sich zeigen, dass die Hürden zu gross sind, werden wir diese Variante kaum weiterverfolgen», hält er unmissverständlich fest.

Abstimmung schon Ende Jahr?

Nach dem Ende der öffentlichen Auflage könnte es mit der Änderung von Zonenplan und Bau­reglement relativ rasch vorwärtsgehen. Allfällige Einspracheverhandlungen würden noch im ­Juni durchgeführt.

Wenn alles klappt, bringt der Gemeinderat das Geschäft im Herbst in den GGR, sodass Ende 2017 das Volk an der Urne über die baurecht­liche Grundordnung befinden könnte.

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