Positive Wasserstandsmeldung

Der Kommentar von TT-Chefredaktor Stefan Geissbühler zum Entscheid des Thuner Gemeinderats, die neue Schwimmhalle in Heimberg zu unterstützen.

Stefan Geissbühler

Sehr viel Wasser ist im Thuner Hallenbadthema bereits die Aare runtergeflossen. Seit Jahrzehnten müssen die badewilligen Thunerinnen und Thuner bekanntlich nach Oberhofen oder Heimberg ausweichen. Kein Ruhmesblatt für die elftgrösste Schweizer Stadt, die unter anderem den Sport gross auf ihre Fahne geschrieben hat. Dass in der Region Bedarf an zusätzlicher gedeckter Wasserfläche besteht, ist erwiesen.

Ein neues Hallenbad in Thun, so argumentierte die Stadtregierung immer wieder, könne man sich schlicht nicht leisten. Ähnlich sahen das die Thunerinnen und Thuner im Jahr 2013: Mit wuchtigen 76 Prozent Nein-Stimmen schickten sie ein geplantes mobiles Winterdach im Strandbad bachab.

Jetzt gibt die Stadt eine positive Wasserstandsmeldung heraus: Der Gemeinderat ist nun doch bereit, das inzwischen redimensionierte Hallenbadprojekt im Heimberg zu unterstützen. Dies, nachdem man Ende 2017 mit einem Njet zum ursprünglichen Projekt bei den Sportvereinen oder etwa beim Verein Pro Hallenbad für grossen Unmut gesorgt hatte.

Um das leidige Thema endlich vorwärtszubringen, ist dem Thuner Stadtrat eine positive Haltung zum Projektierungskredit zu empfehlen. Und dann auch dem Stimmvolk, welches sich dereinst in einer Abstimmung zur Thuner Beteiligung am Heimberger Projekt wird äussern können.

Und: Die umliegenden Ge­meinden müssen nun alle mitziehen – denn wenn die regionale Solidarität jetzt nicht spielt, geht auch dieser Hallenbad­versuch baden.

berneroberlaender.ch/Newsnetz

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