Heimberg

Projekt wird zum Teil neu aufgelegt

HeimbergNach den Einspracheverhandlungen ist klar: Die Gemeinde über­arbeitet das Projekt für die Süderschliessung und legt es zum Teil neu auf.

Hier soll die Süderschliessung, für die im Hintergrund eine Brücke über die Zulg gebaut wird, in einen Kreisel münden.  Noch sind aber Fragen zum Niveau des Kreisels und zur Durchfahrtshöhe unter dem Autobahnzubringer (links) offen.

Hier soll die Süderschliessung, für die im Hintergrund eine Brücke über die Zulg gebaut wird, in einen Kreisel münden. Noch sind aber Fragen zum Niveau des Kreisels und zur Durchfahrtshöhe unter dem Autobahnzubringer (links) offen. Bild: Marco Zysset

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Zumindest einige der 25 Einsprachen gegen die Süderschliessung in Heimberg zeigen Wirkung. «Wir werden einige Projektänderungen vornehmen», sagt Gemeindepräsident Niklaus Röth­lisberger (SVP) auf Anfrage. ­

Konkret geht es um die Ausgestaltung des Anschlusses an die Untere Zulgstrasse sowie um die Anbindung an das Gewerbegebiet am Töpferweg. An der Unteren Zulgstrasse stehen Lärmschutzmassnahmen für die Direktbetroffenen sowie Verbesserungen für Velos und landwirtschaftliche Fahrzeuge im Vordergrund, während die Anbindung an den Töpferweg etwas nach Süden verlegt wird, sodass die bestehenden Parkplätze der Gewerbebetriebe erhalten bleiben. Und: «Die Gemeinde wird sich dafür einsetzen, dass der Bahnübergang am Töpferweg mindestens für den Langsamverkehr offen bleibt», sagt Niklaus Röthlisberger. Derzeit ist vorgesehen, die Bahnübergänge Töpferweg und Untere Zulg­strasse aufzuheben.

Konflikt in Steffisburg

Weil die Projektänderungen eine neue Teilauflage des Projekts nach sich ziehen, verschiebe sich der Zeitplan nach hinten, sagt ­Röthlisberger. Er rechnet damit, dass eine Abstimmung im September 2018 stattfinden kann. Ursprünglich war angedacht, die Vorlage im Juni dieses Jahres zur Abstimmung zu bringen.

«Wir werden einige Projektänderungen vornehmen.»Niklaus Röthlisberger Gemeindepräsident Heimberg

Auch noch mal über die Bücher muss voraussichtlich die Gemeinde Steffisburg – als Folge des Heimberger Projekts. Weil die Brücke über die Zulg, welche Teil des Heimberger Projekts ist und mit welcher die Heimberger Südstrasse an die neue Aarefeld-Erschliessung in Steffisburg an­gehängt werden soll, nicht auf das heutige Niveau der Aare­strasse ausgerichtet werden kann, braucht es in Steffisburg Anpassungen der laufenden Planung der Erschliessungsstrasse.

«Oder zumindest muss ein Umbau der Aarestrasse durch die Gemeinde Heimberg projektiert werden, was möglicherweise ein zusätzliches Genehmigungsverfahren bedeuten wird», sagt Steffisburgs Gemeindepräsident Jürg Marti (SVP). Die Gemeinde werde die Aarefeld-Erschliessung jedoch unabhängig davon «mit Hochdruck» vorantreiben. Ziel bleibe, noch heuer mit den Bauarbeiten zu beginnen.

Lange Geschichte

Die Aarefeld-Erschliessung in Steffisburg und die Südstrasse in Heimberg sollen dereinst die Gewerbegebiete im Süden Heimbergs und auf dem Aarefeld in Steffisburg direkt an den Glättemühlekreisel und damit den Autobahnzubringer sowie den Bypass Thun-Nord anschliessen.

Im Jahr 2014 haben die Heim­berger Stimmbürger bereits einen Beitrag von 1,85 Millionen Franken an die Strasse in Steffisburg bewilligt. Für die 550 Meter lange Südstrasse in Heimberg sind nun noch einmal 5 Millionen Franken veranschlagt. Sollte die Vorlage tatsächlich in gut einem halben Jahr vors Volk kommen, wäre das ein Meilenstein in einer mittlerweile fast zwanzigjährigen Geschichte: In einer ersten Variante war in der zweiten Hälfte der 2000er-Jahre seitens der Gemeinde angedacht, Heimbergs Süden direkt ab einem Kreisel auf dem Autobahnzubringer zu erschliessen.

Sie scheiterte letztlich am Umstand, dass eine Gemeindestrasse nicht direkt in eine Nationalstrasse münden darf. Anwohner monierten schon damals, die Strasse diene nur dazu, das Dorf im Süden weiter wachsen zulassen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.03.2018, 17:54 Uhr

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