Quereinsteigerin ergänzt den Gemeinderat in Oberhofen

Oberhofen

Die neue Gemeinderätin von Oberhofen Susanne Rüegg Asuroglu ist politisch gesehen ein unbeschriebenes Blatt.

Nachdem Anfang Jahr Petra Maurer Stalder als Gemeinderätin zurückgetreten ist, musste die Gemeinde Oberhofen einen Ersatz suchen. Fündig wurde sie in der Person von Susanne Rüegg Asuroglu.

Nachdem Anfang Jahr Petra Maurer Stalder als Gemeinderätin zurückgetreten ist, musste die Gemeinde Oberhofen einen Ersatz suchen. Fündig wurde sie in der Person von Susanne Rüegg Asuroglu.

(Bild: Steve Gerber)

Gleich zwei Medienmitteilungen löste die designierte Nachfolgerin der Oberhofner SP-Gemeinderätin Petra Maurer Stalder aus. Zuerst verkündeten am Freitagmorgen die Genossen, dass sie in der Person von Susanne Rüegg Asuroglu fündig geworden sind.

Etwas später verschickte auch die Gemeinde ein Communiqué. Darin gab der Gemeinderat bekannt, dass er Rüegg Asuroglu ab dem 1. April und für den Rest der laufenden Amtsperiode bis Ende 2020 für gewählt erklärt hat.

Susanne Rüegg Asuroglu sitzt neu im Gemeinderat von Oberhofen. Bild: pd

Den Ball ins Rollen respektive die SP ins Rotieren gebracht hatte Petra Maurer Stalder Anfang Jahr, als sie überraschend nach nur zwei Jahren im Amt den Rücktritt erklärt hatte. «Ich kann die Arbeit des Gemeinderates nicht mehr mittragen», sagte Bühler damals.

Sie habe versucht, Impulse zu geben, sei im Rat aber immer aufgelaufen. Deshalb ziehe sie die Konsequenzen. Lediglich ein halbes Jahr zuvor war sie noch zur Wahl fürs Gemeindepräsidium angetreten. Dort unterlag sie schliesslich Philippe Tobler (SVP).

Ersatzleute wollten nicht

Naheliegend wäre nach dem Rücktritt von Petra Maurer Stalder gewesen, dass einer der beiden Ersatzkandidaten nachrutscht. Doch sowohl Kyanoush Masoud Tehrani als auch Beate Litzko-Sunderbrink standen für das Gemeinderatsamt nicht mehr zur Verfügung.

Deshalb kam nun Susanne Rüegg Asuroglu zum Handkuss. Sie wohnt seit 2013 in Oberhofen, ist studierte Historikerin und war bis zu ihrer Frühpensionierung Ende Januar 2019 Abteilungsleitung-Stellvertreterin Informations- und Energietechnik (IET) der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Bern (GIBB).

«Ich bin ein politischer Mensch. Ein Amt hat mich immer gereizt», sagt Rüegg. Beruflich sei sie aber so engagiert gewesen, dass es nicht dringelegen sei. Dies habe sich nun geändert. «Ich habe Zeit und Energie.»

Dass sie politisch gesehen ein unbeschriebenes Blatt ist, erachtet sie als Vorteil. «Ich bin unbelastet.» So sei es einfacher, den Blick von aussen einzubringen. Als die Anfrage kam, sei für sie rasch klar gewesen, dass sie mithelfen wolle, Oberhofen weiterzubringen, sagt Rüegg.

Die Querelen der letzten Jahre habe sie zwar mitbekommen, abgeschreckt hätten sie diese aber nicht. «Wenn Menschen miteinander arbeiten, dann kann es auch mal zu Konflikten kommen. Das kenne ich aus beruflichen Erfahrungen. In diesem Fall rauft man sich zusammen und findet eine Lösung.»

Thuner Tagblatt

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