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Rechnung schliesst mit einem Überschuss

Die Gemeinde Steffisburg verzeichnet einen Überschuss von 6,3 Millionen Franken und einen Geldfluss von 2,16 Millionen Franken.

Nach wie vor beschäftigt die Umstellung auf das neue harmonisierte Rechnungsmodell HRM2, das per 1. Januar 2016 in allen Berner Gemeinden eingeführt wurde, die Steffisburger Finanzabteilung. «Mit dem neuen Modell sind neue Kennzahlen wichtig geworden», sagte die Finanzvorsteherin der Gemeinde, Ur­sulina Huder (SP). Gerade der Gewinn, der Überschuss im Gesamthaushalt, könne für Verwirrung sorgen, erklärte sie am Mittwoch an der Medienkonferenz zur Jahresrechnung 2017. Jener beträgt 6,31 Millionen Franken bei einem Umsatz von 68,9 Millionen Franken. Damit schliesst die Rechnung deutlich besser ab als im Budget 2017 vorgesehen.

Geldfluss ist relevant

Der Begriff Gewinn sei in Zusammenhang mit jenen 6,31 Millionen jedoch mit Vorsicht zu geniessen: «Es handelt sich nicht um flüssige Mittel, davon können wir nichts kaufen», sagte Huder. Dafür sei die Zahl des Geldflusses relevant: «Das ist der Betrag, den die Gemeinde am Ende des Jahres zusätzlich im Portemonnaie hat und investieren kann.» Jener beträgt 2,16 Millionen. Er ist gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Millionen gesunken.

Künftig mehr investieren

«HRM2 soll Transparenz schaffen. Wir wollen eine ‹Kässeliwirtschaft› vermeiden, in der wir die Rechnung durch Spezialfinanzierungen glätten würden, nur um möglichst nahe ans Budget heranzukommen», sagte Huder. Die angestrebte hohe Transparenz führe allerdings dazu, dass zwischen Budget und Rechnung grosse Schwankungen zu verzeichnen seien. Dies ist mehrheitlich zusätzlichen Abschreibungen zuzuschreiben, die im neuen Modell zwingend sind, wenn ein Ertragsüberschuss resultiert, der Selbstfinanzierungsgrad der Gemeinde jedoch unter 100 Prozent liegt.

Jener Wert gewinnt im neuen System ebenfalls an Wichtigkeit. Idealerweise liegt er bei genau 100 Prozent: Die Gemeinde kann alle getätigten Investitionen selbst bezahlen. «In der Rechnung 2017 erreichen wir einen Selbstfinanzierungsgrad von fast 283 Prozent», sagte Huder. «Das weist darauf hin, dass wir im vergangenen Jahr zu wenige Investitionen getätigt haben.» Dies solle sich künftig bessern. Namentlich konnte die Gemeinde 3,9 Millionen investieren, 4,9 Millionen weniger als geplant. Dies, weil Einsprachen, Projekterweiterungen und Entscheide von Investoren zeitliche Verschiebungen zur Folge hatten.

Hohe Steuereinnahmen

Ein gutes Ergebnis verzeichnet die Gemeinde bei den Steuereinnahmen: Diese fallen um 1,1 Millionen höher aus als budgetiert. Bei den Gewinnsteuern der Unternehmen ist ein Plus von 1,02 Millionen zu verzeichnen, während bei den Einkommenssteuern der natürlichen Personen laut Huder eine «Punktlandung» gelang: Sie liegen nur 27'000 Franken tiefer als bud­getiert.

Der Personal- sowie der Sachaufwand fielen ebenfalls tiefer aus als im Budget vorgesehen: um 572'000 bzw. 661'000 Franken. Dies etwa, weil man bei der Pensionskasse wegen des Deckungsgrades weniger Auslagen zu verzeichnen hatte und einige Stellen in der Verwaltung nicht sofort neu besetzen konnte. Nachhaltig könne man sagen, dass der Sachaufwand in künftigen Budgets leicht nach unten korrigiert werde, sagte die Finanzvorsteherin. Beim Personalaufwand werden keine Anpassungen gemacht. Die Schulden der Gemeinde liegen unverändert bei 15 Millionen, der Bilanzüberschuss bei 24,6 Millionen.

Insgesamt ist Huder mit der finanziellen Lage der Gemeinde Steffisburg zufrieden: «Die Richtung stimmt.» Zahlreiche geplante Investitionen, namentlich an der Scheidgasse oder im Projekt Raum 5, bedürfen allerdings einer ganz genauen Planung für das Budget 2019.

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