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Regionale Musik-Perlen in der Kirche Scherzligen

Thun Ein Schlagzeugkonzert und ein Musiktheater: Die Vesper-Konzerte in der Kirche Scherzligen bieten ein reichhaltiges und vielseitiges Programm mit Künstlern aus der Region. Der Hauptfokus liegt nach wie vor auf geistlicher Musik.

Das Vokalensemble Les Voc-à-Lises mit Ursula Krummen (links) tritt im Oktober in der Kirche Scherzligen auf.
Das Vokalensemble Les Voc-à-Lises mit Ursula Krummen (links) tritt im Oktober in der Kirche Scherzligen auf.
zvg

«Die Kirche Scherzligen mit ihrer mehr als tausendjährigen Geschichte ist ein sehr stimmungsvoller Ort für eine Konzertreihe. Dementsprechend konzentrieren wir uns vor allem auf geistliche Musik», erklärt Ursula Krummen Schönholzer, die als musikalische Leiterin der Vesper-Konzerte fungiert und diese gemeinsam mit ihrem Mann Jürg Schönholzer und dem mittlerweile verstorbenen Pfarrer Michael Dähler gegründet hat.

«Wichtig ist uns auch, dass wir vorwiegend Künstlern aus der Umgebung die Möglichkeit geben, hier aufzutreten. Das ist uns wichtiger als international bekannte Namen», sagt Krummen, die selber Sängerin und Musikerin ist und Gesang unterrichtet.

Klassik oder Schlagzeug

Den Auftakt zur siebten Saison macht das Duo Furibondo, bestehend aus Querflötist Daniel Lappert und Jean-Jacques Schmid am Klavier. «Das erste Konzert der Reihe findet jeweils am Palmsonntag statt. Um dem christlichen Feiertag zu würdigen, spielt das Duo ein emotionales Programm, das sich zwischen Himmel und Hölle bewegt», präzisiert Krummen. «Jean-Jacques Schmid ist ein toller Pianist aus Bern, der problemlos auf internationalem Parkett bestehen kann.»

Ganz anders klinge der Sonntag nach Auffahrt, wo das renommierte Barockensemble Meridiana mit «Così la tortorella» Werke von Bach und Händel aufleben lasse.

Auf der Suche nach Musikern aus der Region Thun sei ihr der aus Steffisburg stammende Schlagzeuger Julian Sartorius eingefallen, sagt Ursula Krummen. «Ich bin sehr gespannt, was uns Tolles erwartet, wenn er gemeinsam mit Heinrich Gartentor das Sommerkonzert gestaltet.» Gemäss Beschreibung bringt der Musiker einen «riesigen Koffer voller Instrumente aus der ganzen Welt» mit, um das Publikum zu unterhalten, während Heinrich Gartentor Texte liest und hinter Mauern und durch Mauern – vielleicht jene der Scherzligen-Kirche – schaut.

Musiktheater und Gesang

«Am Bettag im September steht etwas Neues auf dem Programm», sagt Krummen. «Pfarrer Markus Nägeli hat mich auf das Musiktheater über den berühmten Mystiker Niklaus von Flüe aufmerksam gemacht.» Dieses wird von Musiker und Pfarrer Simon Jenny realisiert, der seit 2011 die Kantorei Thun leitet.

Mezzosopranistin Krummen tritt selber regelmässig an den Vesper-Konzerten auf. Dieses Jahr tut sie dies am letzten Anlass der Saison mit dem professionellen Frauenvokalensemble Les Voc-à-Lises. «Mit dem Programm rund um Liebeserklärungen feiern wir unser zehnjähriges Bestehen. Dabei treffen weltliche und geistliche Stücke aufeinander, zum Beispiel von Hildegard von Bingen und Sergei Rachmaninow.» Begleitet werden die Sängerinnen von Jean-Jacques Schmid am Klavier.

«Wir freuen uns auf eine weitere Saison mit abwechslungsreichen und überraschenden Konzerten», sagt Leiterin Krummen. «Besonders schön ist, dass uns die Schranz Geigenbau GmbH aus Thun eine ihrer wertvollsten Geigen zur Illustration unserer Flyer zur Verfügung gestellt hat und wir das bisher abge­bildete Billigmodell ersetzen konnten.»

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