Zum Hauptinhalt springen

Sammelhofgegner erreichen Ziel knapp

Die Gemeindeinitiative, die den geplanten Abfallsammelhof im Lerchenfeld verhindern will, ist knapp zustande gekommen. Gestern wurden die 1605 Unterschriften dem Thuner Stadtschreiber übergeben.

Stadtschreiber Bruno Huwyler (r.) nahm gestern die gesammelten Unterschriften der Initianten (v.l.) Karin Kessler, Ursula Kessler, Ueli Kessler, Elisabeth Krayenbühl, Susanne Wolf-Kessler und Daniela Weber vor dem Thuner Rathaus entgegen.
Stadtschreiber Bruno Huwyler (r.) nahm gestern die gesammelten Unterschriften der Initianten (v.l.) Karin Kessler, Ursula Kessler, Ueli Kessler, Elisabeth Krayenbühl, Susanne Wolf-Kessler und Daniela Weber vor dem Thuner Rathaus entgegen.
Patric Spahni

«Thuner Zonenplaninitiative – Für die Erweiterung von Sport und Freizeit»: So lautet der vollständige Name der Gemeindeinitiative, die offiziell zustande gekommen ist. Gestern Mittag haben sechs Vertreterinnen und Vertreter des total elfköpfigen Komitees die 1605 beglaubigten Unterschriften vor dem Rathaus an Stadtschreiber Bruno Huwyler übergeben.

Für das Zustandekommen einer Gemeindeinitiative müssen innerhalb von 12 Monaten 1600 Unterschriften bei Thuner Stimmberechtigten gesammelt werden. Die erreichte Zahl Signaturen liegt also lediglich knapp über dieser Limite. Andererseits hat das Komitee, welches mit der Sammlung im August begann, die Unterschriften in einem Drittel der möglichen Zeit zusammengetragen.

Verhindern durch Umzonen

Hinter dem Begehren der Initianten steckt der Wunsch, den geplanten regionalen Abfallsammelhof der AG für Abfallverwertung (Avag) und der Stadt Thun im Lerchenfeld zu verhindern. Er ist auf einer Grünfläche zwischen dem Fussballplatz des FC Lerchenfeld, der Autobahn A6 und der Allmendstrasse vorgesehen. Diese Fläche liegt heute in einer Zone für Arbeiten.

Das Komitee, das sich aus direkt oder indirekt betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern zusammensetzt, zielt mit der Initiative darauf ab, die Parzelle in eine Zone für Sport- und Freizeitanlagen umzuzonen. Das Volksbegehren ist insofern speziell, da es während eines laufenden Baubewilligungsverfahrens lanciert wurde. Das gab es in Thun davor noch nie.

«Solidarität gespürt»

«Wir haben nicht nur im Lerchenfeld, sondern auch in diversen anderen Thuner Quartieren Unterschriften gesammelt», erzählte Komiteemitglied und SVP-Stadträtin Daniela Weber gestern anlässlich der Übergabe. Elisabeth Krayenbühl ergänzte: «Wir haben auch ausserhalb des Lerchenfelds grosse Solidarität in der Bevölkerung gespürt.»

Laut Stadtschreiber Huwyler muss der Thuner Gemeinderat nun innerhalb von drei Monaten die Gültigkeit der Zonenplaninitiative überprüfen. Falls das Begehren dies erfüllt, muss der Stadtrat innert neun Monaten nach der Einreichung darüber befinden. Eine allfällige Volksabstimmung wiederum müsste innert 15 Monaten nach dem gestrigen Tag erfolgen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch