«Schärmehof»: Ideen werden «breit akzeptiert»

Thun

Wie die öffentliche Mitwirkung zeigt, wird die Zonenplanänderung «Schärmehof» zur Erweiterung des gleichnamigen Alters- und Pflegeheims grundsätzlich befürwortet. Nun geht es zur Vorprüfung durch den Kanton.

<b>Auf der Fläche der früheren Treibhäuser</b> der Gärtnerei beim Friedhof Schoren (im Bild die Abbrucharbeiten vom letzten Herbst) wird Platz geschaffen für die Erweiterung des Altersheims «Schärmehof».

Auf der Fläche der früheren Treibhäuser der Gärtnerei beim Friedhof Schoren (im Bild die Abbrucharbeiten vom letzten Herbst) wird Platz geschaffen für die Erweiterung des Altersheims «Schärmehof».

(Bild: Nelly Kolb)

Die Ende 2018 zur Mitwirkung gebrachte Zonenplanänderung «Schärmehof» stösst grundsätzlich auf Zustimmung. «Insbesondere begrüsst werden die Aufwertung des bestehenden Alters- und Pflegeheims Schärmehof sowie dessen Erweiterung in unmittelbarer Nähe», schreibt die Stadt Thun in einer Medienmitteilung.

Die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und die Infrastruktur im Quartier würden ebenfalls positiv erwähnt. Gewisse kontrovers diskutierte Punkte hat der Gemeinderat zur Kenntnis genommen.

Insgesamt gingen bei der Stadt sechs Eingaben eines Quartier-Leists, einer Privatperson, aus der Nachbarschaft, von einer Amtsstelle sowie von zwei Parteien ein. Kritisiert wird unter anderem die Verkehrsführung, die intensiv bearbeitet wurde. Die Stadt beurteilt das gewählte Regime und das Verkehrsaufkommen als «gut verträglich».

Die Anordnung der Einstellhallenzufahrt und der Anlieferung sei so gewählt worden, «dass möglichst wenig Verkehr ins Quartier fahren muss», heisst es. Im Rahmen der Detailplanung könnten jedoch weitere Optimierungen ins Projekt einfliessen. Der Wunsch nach mehr Parkplätzen soll im weiteren Projektverlauf geprüft werden.

Schattenwurf befürchtet

Aufgrund der Gebäudehöhe werden aus der Nachbarschaft eine Beeinträchtigung des Ortsbilds sowie Schattenwurf befürchtet. Die für diese Zone für öffentliche Nutzung festgelegte Gebäudehöhe von maximal 19 Metern wurde im Rahmen des Gutachterverfahrens indes überprüft und als «orts- und quartierverträglich» beurteilt.

Das Richtprojekt erfülle zudem die Anforderungen an die Innenentwicklung gemäss Stadtentwicklungskonzept Stek 2035. «Neben der sorgfältigen baulichen Verdichtung wird auch ein hoher Stellenwert auf die Gestaltung der öffentlichen Räume und Freiräume gelegt», hält die Stadt fest.

In einer weiteren Eingabe wird gewünscht, dass ein besonderes Augenmerk auf die Nachhaltigkeit zu richten sei. Der Gemeinderat hat im Sinn, Anforderungen an die Energiestandards im Rahmen des Baurechtvertrags zu regeln.

Ende Jahr im Stadtrat

Die Zonenplanänderung wird nun dem Kanton zur Vorprüfung eingereicht. Anschliessend erfolgt die öffentliche Planauflage. Voraussichtlich Ende 2019 oder Anfang 2020 befindet der Stadtrat über die Zonenplanänderung, wobei der Beschluss dem fakultativen Referendum untersteht.

«Läuft alles wie vorgesehen, liegt im ersten Quartal 2020 die rechtsgültige Planung vor», blickt die Stadt voraus. Für das Bauprojekt wird danach ein Baubewilligungsverfahren durchgeführt.

gbs/pd

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