Schoren-Eltern lancieren Quartierschulinitiative

Thun

Die Eltern am Schulstandort Schoren legen der Stadt Thun eine Initiative vor. Sie wollen sich damit gegen Schliessungen von Quartierschulen wehren.

Neues Kapital in der Diskussion um die Zukunft des Schulstandorts Schoren: Die Eltern wollen mit einer Initiative gegen die Schliessung kämpfen.

Neues Kapital in der Diskussion um die Zukunft des Schulstandorts Schoren: Die Eltern wollen mit einer Initiative gegen die Schliessung kämpfen.

(Bild: Christoph Gerber)

Neues Kapitel in der Diskussion um die Zukunft des Schulstandorts Schoren: Am Montag legten Eltern der Thuner Stadtkanzlei eine Gemeindeinitiative mit dem Schlagwort «Für Thuner Quartierschulen – gegen willkürliche Standortschliessungen» vor.

Die Absicht dahinter: Im Bildungsreglement soll künftig fix festgelegt werden, dass in sämtlichen bestehenden Thuner Primarschulen auch künftig eine vollständige Primarstufe geführt wird. Dasselbe gilt für die vier Oberstufenschulen.

Zudem soll das Reglement dahin gehend angepasst werden, dass die Kompetenzen der Schulkommission beschnitten werden. «Wir wollen erreichen, dass Schulschliessungen erschwert und die Kontrolle einzelner Gremien und die Rekursmöglichkeiten erhöht werden», sagt Karin Gyger vom Initiativkomitee, dem insgesamt neun Personen angehören.

1'600 Unterschriften sind nötig

Nicht zuletzt sende die Initiative auch ein wichtiges Signal: «Selbst wenn erst die Unterschriftensammlung läuft, kann es sich die Stadt kaum leisten, Fakten zu schaffen und die beiden Klassen im Schoren zu schliessen», hofft Karin Gyger.

Stadtschreiber Bruno Huwyler bestätigte am Montag, dass die Initiative vorgelegt wurde. Er hat nun einen Monat Zeit, diese auf ihre formelle Gültigkeit hin zu überprüfen. Erst mit der Publikation der entsprechenden Verfügung beginnt die einjährige Frist für die Unterschriftensammlung.

Kommen die geforderten 1'600 Unterschriften zusammen, ist es am Gemeinderat, die inhaltliche Gültigkeit der Initiative zu prüfen und sie dem Stadtrat vorzulegen. Bei einer ablehnenden Haltung des Parlaments könnte es schliesslich zu einer Volksabstimmung kommen. «Bis dahin kann es aber zwei Jahre dauern», so Bruno Huwyler.

Dass viel «Knochenarbeit» auf das Initiativkomitee wartet, weiss auch Karin Gyger: «Wenn es uns gelingt, ein Zeichen gegen die herrschende Willkür und das fehlende Rückgrat der Thuner Politiker zu setzen, lohnt sich dies allemal», ist sie überzeugt.

Thuner Tagblatt

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